Kienzle rockt auf Schwäbisch

„Dr Trollinger Rock“ in einer Woche bereits über 700-mal im Netz geklickt – Live-Premiere heute Abend beim Sternenfelser Kelterfest

Erstellt: 31. Mai 2014, 00:00 Uhr
Kienzle rockt auf Schwäbisch „Rock den Trollinger!“ lautet der neue Video-Clip von Wolfgang Kienzle, der jüngst auf dem 14 Meter hohen Sternenfelser Schlossbergturm mit Kienzles Musikern Michael Wiechert (Gitarre), Eric Sandritter (Kontrabass) und Schlagzeuger Markus Kullmann entstand. Foto: privat

Als Elvis -Imitator hat sich der Mann mit dem Cowboyhut, Wolfgang Kienzle, einen Namen gemacht. Zum ersten Mal präsentiert der Musiker nun einen eigenen Song: „Dr Trollinger Rock“.

Maulbronn/Sternenfels (pm). „Ganz oder gar nicht“ lautet schon immer die Devise von Wolfgang Kienzle. Der 56-jährige Elvis-Imitator, Bandleader der Rock ’n’ Roll-Band „Tattoo 59“ und Chef der Gruppe „Fruchthaartoupet“ hat als „Kay Double You“ nach 30 Jahren seine musikalische Bestimmung gefunden: Mit seinem ersten selbst komponierten und getexteten Lied „Dr Trollinger Rock“ hat er sich zum ersten Mal als Komponist und Songtexter versucht, und zwar auf Schwäbisch.

„Ich wollte schon immer etwas Eigenes machen“, sagt Wolfgang Kienzle. Vor 30 Jahren kam er über einen Karaoke-Wettbewerb zum Singen. Zwischenzeitlich hat er sich als Schlagerbarde, Elvis-Double und „Tattoo 59“-Rocker mit samtener voller Stimme über seine Heimatgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Auf Schwäbisch zu singen, sei nicht nur „fruchtig“, sondern sogar die reinste Passion. Denn im schwäbischen Dialekt sei die Rock ’n’ Roll- Musik schon enthalten.

Zuerst wurde der Text geschrieben, dann hat Kienzle zusammen mit seinem Freund und Gitarristen Michael Wiechert die Melodie dazu komponiert. Und weil der Inhaber des Maulbronner „Musicpark Live“ ein Perfektionist ist, wurde der Song im Tonstudio aufgenommen und ein fetziger Video-Clip dazu gedreht. Der wurde auf youtube.com in knapp einer Woche bereits über 700-mal geklickt. Sieben Stunden lang sind Kienzle und seine Musiker beim Dreh auf dem Sternenfelser Schlossbergturm bei bestem Wetter herumgeklettert, haben gesungen, gespielt und gealbert. Das ging so lange, bis der Ohrwurm inklusive einer Polonaise, die seine Frau Renate kreierte, im Kasten war. „Als Schwabe liebe ich den Trollinger und den Rock“, sagt Kienzle. Seine eigenen schwäbischen Lieder, verpackt in knackigen Rock ’n’ Roll, würden sich deshalb künftig wie ein Gewitter über seine ausgedörrten Fans ergießen, verspricht „Kay Double You“ alias Wolfgang Kienzle. „Ich habe lauter neue Lieder im Kopf“, berichtet das Energiebündel von seinem neuesten Ausbruch kreativer Schaffenskraft, die kein Ende nehme. Mit seinen Musikern verständigt sich Kienzle „intergalaktisch, telepathisch“, wie er fröhlich unterstreicht. „Der neue Sound soll Spaß machen, die Menschen sollen sich verzückt zum schwäbischen Trollinger Rock verrenken und in kollektives Zucken eintakten“, will Schwabenrocker Kienzle seine Fans auch auf Schwäbisch in ekstatisches Fieber spielen und singen.

„Die Sternenfelser Weingärtnergenossenschaft hat mich massivst zum Auftritt in der Kelter überredet und mir quasi keine Chance gelassen“, erzählt Kienzle ironisch. Mit seiner Frau Renate wohnt er im früheren Sandbauernort und tritt dort beim Kelterfest schon seit vielen Jahren immer am Samstagabend auf. Bei der Gelegenheit singt er heute Abend im Rahmen des Trollinger-Wettbewerbs der „Trollinger2punkt0.de“, die der jungen Initiative der Württembergischen Weingärtnergenossenschaft angehört, seinen Trollinger Song zum ersten Mal vor einem Publikum. Unterstützen werden ihn dabei seine Musiker Michael Wiechert (Gitarre), Eric Sandritter (Kontrabass) und Schlagzeuger Markus Kullmann. „Der Trollinger Song Contest hat mich nun endlich an meine eigenen Wurzeln gebracht“, freut sich Kienzle auf den Auftritt.

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