Leser wünschen sich mehr Blitzer in Mühlacker

Die Aktion unserer Zeitung, Gefahrenstellen zu melden, wird weiterhin rege angenommen

Von Ramona Deeg Erstellt: 31. August 2016, 00:01 Uhr
Leser wünschen sich mehr Blitzer in Mühlacker Unübersichtlich: Dass die Ampel rot ist, wird von Autofahrern, die vom Polizei-Kreisverkehr kommen, oft übersehen, beklagen Leser, die sich an der Gefahrenstellen-Aktion beteiligen. Foto: Deeg

Elterntaxis, unklare Grünphasen an Ampeln und Autofahrer, die wohl zu schnell unterwegs sind: Noch immer melden Leser weitere Gefahrenstellen.

Mühlacker. Zahlreiche E-Mails und ausführliche Debatten auf Facebook zeugen davon, dass sich die Mühlacker Bürger mit dem Straßenverkehr vor ihrer Haustür auseinandersetzen und sich darüber Gedanken machen, an welchen Stellen es gefährlich werden kann. Und noch eines ist nach dem Leseraufruf deutlich geworden: Viele wünschen sich mehr Kontrollen, fordern an manchen Stellen sogar das Installieren neuer Blitzer.

„Ich muss noch sagen, dass ich bereits seit 31 Jahren unfallfrei und ohne Strafzettel täglich Auto fahre und es möglich ist, die Straßenverkehrsordnung einzuhalten, wenn man denn will“, teilt etwa eine Leserin am Ende ihrer Anmerkungen mit. Ihr liegt unter anderem die Ampelschaltung an der Bundesstraße in Richtung Ötisheim am Herzen: Die Ampel aus Richtung Pforzheim zeige noch orange (ehe sie auf Rot umschaltet), während die Ampel aus Richtung Ötisheim schon orange zeige (ehe sie auf Grün umschaltet). Viele Autos aus Richtung Pforzheim würden auch nach dem Umschalten auf Rot noch „schnell“ fahren, obwohl die aus Ötisheim schon dürfen.

Bereits vergangene Woche haben wir über Gefahrenstellen in der Stadt berichtet. Lesen Sie den Artikel dazu.

„Habe schon öfter bemerkt, dass Fahrzeuge aus beiden Richtungen gleichzeitig fahren“, schreibt die Leserin. „Ein Blitzer aus Richtung Pforzheim wäre hier sicherlich hilfreich.“

Die nächste „Problemkreuzung“ hat Rolf Czudzowitz nur wenige Meter weiter ausgemacht: an der Kreuzung „Im Käppele“. Dort haben die Autofahrer die Möglichkeit, links oder rechts auf die B 10 (Pforzheimer Straße) zu fahren oder geradeaus in die Goethestraße. Zeitgleich haben aber auch die Autofahrer, die an der Ampel der Goethestraße sind, grün. Ihre Optionen: Geradeaus in die Käppele-Straße oder links Richtung auf die Pforzheimer Straße Richtung Illingen. In der Folge entstünden „in der Straßenmitte oftmals sehr kritische Verkehrssituationen durch die kurzen Grünphasen der beiden Verkehrsampeln“, so Czudzowitz.

Gleich mehrfach haben sich Leser auch über die Ampelanlage am Bahnhof verärgert gezeigt. Allerdings nicht als Autofahrer, sondern als Fußgänger. Die Ampel zeige bei den Autofahrern „unübersichtliche Signale an“, sagt etwa Uwe Allenstein. So hätten die Autofahrer unterschiedliche Grünphasen. „Meist aus Richtung unterer Kreisverkehr (Polizei) werden rote Ampeln übersehen“, teilt auch Peter Hinrichs mit. Allenstein merkt zudem wie zahlreiche weitere Hinweisgeber an, dass die Tempo-20-Zone in der Bahnhofstraße „von fast jedem zweiten Autofahrer“ missachtet werde. Oder wie es Julian Burger formuliert: Dort werde viel „gedrängelt, gehupt und überholt“, sobald sich jemand an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält. Lösungsvorschlag eines Lesers: „Eine Blitzanlage, die fest da steht und im Notfall auch an eine andere Stelle verbaut werden kann – also ein mobiler, stationärer Blitzer.“

Weil es auf Mühlackers Straßen häufiger Unfälle mit Personenschäden gibt, arbeitet die Polizei ein Verkehrsprofil aus. Lesen Sie einen Artikel dazu.

Verwandt mit dem Bahnhofstraßen-Thema sei auch die Goldshaldenstraße, stellt eine Leserin fest: „Sie wurde zu einer Gefahrenstelle, da die Bahnhofstraße eine sehr schlecht geplante Verkehrsführung aufweist.“ Die Goldshaldenstraße werde von vielen Autofahrern als Abkürzung zur Bundesstraße genutzt. „Bei der Planung der Verkehrsführung wurde nicht erkannt, dass die Ziegeleistraße die Entlastung für die Bahnhofstraße nicht erfüllen kann, da es ein umständlicher Weg ist, um auf die B 10 zu gelangen, und somit nutzen die Verkehrsteilnehmer den Weg über die Goldshaldenstraße“, schreibt sie weiter. Daher sei dort das Verkehrsaufkommen sehr groß, oft müssten Autos auf den Gehweg ausweichen, um entgegenkommenden Fahrzeugen Platz zu machen. „Man sollte die Einbahnstraße in der Hindenburgstraße öffnen“, schlägt sie vor.

Ein anderes Thema beschäftigt Gerd Krzewinsky: Elterntaxis. „Die fahren mit hoher Geschwindigkeit die Schulstraße hoch und biegen im gleichen Tempo in die Moltkestraße ein, um entgegen der Fahrtbahn direkt vorm Eingang des Kindergartens zu parken“, hat er beobachtet. Danach werde rückwärts wieder in die Schulstraße eingefahren, obwohl zu dieser Zeit mindestens 30 Kinder, die nicht abgeholt werden, auf dem Heimweg seien.

 

Leser sind gefragt: Wo sind die Mühlacker Gefahrenstellen ?

Jeder Hinweis ist willkommen, will doch die Polizei, die derzeit alle Unfälle mit Personenschaden auf der Gemarkung untersucht, ein exaktes Profil der Mühlacker Verhältnisse zeichnen. Das Mühlacker Tagblatt fragt seine Leser: Kennen Sie im Stadtgebiet besondere Gefahrenstellen ? Was fällt Ihnen bei der Fahrt durch Mühlacker auf ? Wo könnten Ihrer Ansicht nach die Gründe für eine Häufung von Unfällen liegen ? Was könnte konkret dazu beitragen, die Situation zu entschärfen ?
Unsere Zeitung wird die Hinweise und Vorschläge von Bürgern, die bevorzugt per E-Mail an redaktion@muehlacker-tagblatt.de oder aber in einem kurzen Schreiben an das Mühlacker Tagblatt, Kißlingweg 35, 75417 Mühlacker eingehen, an die zuständige Abteilung im Polizeipräsidium Karlsruhe weiterleiten.

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