Brenzliger Einsatz für die Feuerwehr

Scheune steht in Kleinvillars in Flammen – Dachstuhl stürzt teilweise ein – Brand bedroht Nachbarhäuser

Von Frank Goertz Erstellt: 3. Mai 2019, 00:00 Uhr
Brenzliger Einsatz für die Feuerwehr Die Feuerwehr kämpft in Kleinvillars gegen einen Brand in einer Scheune. Fotos: Goertz

Einen kniffligen Einsatz mussten am gestrigen Donnerstagnachmittag rund 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr bewältigen. An der Hauptstraße in Kleinvillars brannte eine Scheune lichterloh. Die Flammen drohten auf benachbarte Häuser überzugreifen.

Knittlingen-Kleinvillars. „Bei der Alarmierung kurz nach 16 Uhr hieß es ,Dachstuhlbrand‘“, berichtet Timo Haller, Einsatzleiter der Feuerwehr Knittlingen. „Als wir am Brandort eintrafen, stand eine Scheune im hinteren Bereich der Wohnbebauung bereits lichterloh in Flammen.“

Bürgermeister Heinz-Peter Hopp, der ebenfalls schnell nach Kleinvillars geeilt war, weiß, vor welch schwieriger Aufgabe die Feuerwehr in solch einer Situation steht. „Hier kommt es auf jede Sekunde an“, so der Schultes.

Bei einem Feuer in einem ländlichen Ort wie Kleinvillars mit der typischen engen Bebauung mit neuen Wohnhäusern im vorderen Grundstücksbereich und alten Scheunen im hinteren Bereich könne schnell ein großer Schaden entstehen, wenn die Feuerwehr die Flammen nicht zügig unter Kontrolle bekomme. Dann brenne auf einmal nicht nur eine Scheune, sondern auch die benachbarten Wohnhäuser. Und genau das war das Problem für die Einsatzleitung.

„In der Scheune hatte sich ein Strohlager entzündet“, berichtet Haller. Zur Brandursache konnte er gestern noch keine Angabe machen, dafür aber berichten, dass seine Einsatzkräfte – insgesamt 80 Feuerwehrleute aus den Abteilungen Knittlingen, Freudenstein-Hohenklingen, Kleinvillars, verstärkt durch Floriansjünger aus Maulbronn, Ölbronn-Dürrn und Neulingen sowie dem Führungsstab der Feuerwehr Mönsheim – das Feuer sowohl von innen bekämpft als auch mit einem Löschwasserriegel die benachbarten Häuser geschützt haben. „Das ist uns zum Glück gelungen. Die Zusammenarbeit hat reibungslos funktioniert“, so Haller. Nur am Dachgiebel des direkt an die Scheune grenzenden Wohnhauses sei ein Schaden entstanden.

Neben der Feuerwehr war auch die Polizei im Einsatz, unter anderem, um die Ortsdurchfahrt abzusperren und den Verkehr umzuleiten. Und auch das Rote Kreuz war mit einem guten Dutzend Rettungskräften zur Einsatzstelle geeilt. „Zum Glück gab es keine Verletzten“, sagt Haller. Dennoch mussten die Rotkreuzler fünf Menschen betreuen.

Die Flammen hatte die Feuerwehr schnell unter Kontrolle. Trotzdem dauerte der Einsatz bis zum späten Abend an. „Wir müssen das Stroh aus der Scheune schaffen und ordentlich ablöschen, damit es sich nicht wieder entzündet“, so Haller. Gleichzeitig bekämpften die Rettungskräfte die restlichen Glutnester am Dachstuhl, der beim Brand zur Hälfte eingestürzt ist. Auch die restlichen Dachziegel holten die Feuerwehrleute von der Lattung, damit bei einem weiteren Einsturz keine Menschen gefährdet werden, und um wirklich auch noch das letzte Glutnest zu finden.

Zum Sachschaden lagen bei Redaktionsschluss noch keine Angaben vor. Bürgermeister Hopp war mehr als erleichtert, dass das Feuer keine Wohnhäuser in Mitleidenschaft gezogen hat. „Unsere Feuerwehr hat hier wieder einmal ihre Stärke unter Beweis gestellt“, so Hopp. „Der zweite Brand innerhalb von 48 Stunden, das ist schon eine große Belastung“, erinnerte der Schultes auch daran, dass am Dienstagnachmittag ein Feuer an einem Wohnhaus in Knittlingen die Einsatzkräfte gefordert hatte.

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