Giftköder: Tierschützer setzen Belohnung aus

PETA verspricht für Hinweise, die zum Täter führen, 500 Euro

Erstellt: 12. Juli 2019, 00:00 Uhr
Giftköder: Tierschützer setzen Belohnung aus Polizeifoto von einem der Giftköder, die in Knittlingen ausgelegt wurden. Foto: pol

Knittlingen/Stuttgart (pm). Mit dem Ziel, einem unbekannten Tierquäler in Knittlingen auf die Spur zu kommen, hat die Tierschutzorganisation PETA eine Belohnung ausgesetzt. Für Hinweise, die zur Ermittlung des Täters führen, winkt Zeugen ein Betrag von 500 Euro. Hinweise nimmt das Polizeirevier Mühlacker unter der Telefonnummer 07041/96930 entgegen.

Wie berichtet, hatte eine Zeugin am Montagmorgen im Knittlinger Wohngebiet „Schillerhöhe“ mehrere Frikadellen entdeckt, die mit Rattengift gespickt waren. „Wir möchten helfen, den Tierquäler zu stoppen, noch bevor Vierbeiner verletzt oder getötet werden“, wird in einer Mitteilung Judith Pein von PETA zitiert. „Derartige Täter zu überführen, ist oft schwierig, da sie agieren, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Deshalb kann es in solchen Fällen auf jeden noch so unwichtig erscheinenden Hinweis ankommen.“ Tierquälerei, so die Tierschützer, sei kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und könne mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

PETA wolle die Arbeit der Polizei unterstützen und Tierhalter für das Thema sensibilisieren und warnen, so Judith Pein. „Derartige Täter müssen sich darüber im Klaren sein, dass mit gefährlichen Stoffen präparierte Köder nicht nur für Hunde, Katzen und freilebende Tiere, sondern auch für Kinder lebensbedrohlich sein können.“

Bestehe der Verdacht, dass ein Tier einen mit Gift oder gefährlichen Gegenständen gespickten Köder gefressen habe, müsse umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden, heißt es in der Mitteilung. Auch bei klassischen Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, blassen oder porzellanfarbenen Veränderungen an den Schleimhäuten, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen müsse der Tierarzt eingreifen.

Eventuelle Hinweisgeber könnten sich auch unter der Nummer 01520/7373341 oder per E-Mail direkt bei der Tierschutzorganisation melden – auch anonym.

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