Ein Treffpunkt an zentraler Stelle

Die Pläne für die Umgestaltung des Backhausplatzes in Freudenstein sollen noch dieses Jahr vorangetrieben werden

Von Carolin Becker Erstellt: 28. Juni 2018, 00:00 Uhr
Ein Treffpunkt an zentraler Stelle Harrt noch der schönen Ausgestaltung: der Platz hinter dem Backhaus in Freudenstein. Foto: Haller

Die Haushaltsberatung in Knittlingen bot viel Diskussionsstoff. Nicht gestritten wurde allerdings über eine Maßnahme, die vorgezogen werden und einen zentralen Bereich in Freudenstein voranbringen soll: den Backhausplatz.

Knittlingen. Die eigentlich erst für 2020 einkalkulierten 90000 Euro werden früher zum Einsatz kommen, um das Areal umzugestalten. Ortsvorsteherin und Stadträtin Waltraud Piechatzek (CDU) hatte erfolgreich darum geworben, in der Angelegenheit aufs Gaspedal zu drücken.

Schließlich handele es sich bei dem Ansinnen, den Platz umzugestalten, um ein bereits vor Jahren in Angriff genommenes Projekt, erläutert sie im Gespräch mit unserer Zeitung. „Der Backhausplatz ist zentral in Freudenstein gelegen, umgeben von wichtigen Gebäuden wie Rathaus und Kirche“, umreißt sie die Bedeutung des Geländes, das sich derzeit noch wenig attraktiv präsentiere. Es werde als Parkplatz ohne eingezeichnete Flächen benutzt.

„Das Ziel ist, durch die Umgestaltung im Bereich hinter dem Backhaus einen Treffpunkt in der Ortsmitte zu schaffen, aber dennoch die Möglichkeit zum Parken zu erhalten“, umreißt Waltraud Piechatzek den Kern der Pläne, mit denen sich der Ortschaftsrat schon vor etlichen Jahren befasst habe. Angedacht sei, elf Stellflächen und einen Behindertenparkplatz so auszuweisen, dass dennoch Bänke platziert werden könnten, die zum Aufenthalt auf dem Backhausplatz animieren könnten. Die Aufwertung im Rahmen des Sanierungsgebiets „Ortsmitte Freudenstein-Hohenklingen“ solle nicht auf Kosten der Autobesitzer gehen, denn Parkplätze im Ortskern seien nicht im Überfluss vorhanden. Ganz unkompliziert sei die Angelegenheit nicht, blickt die Ortsvorsteherin auf die Beratungen zurück.

Drei Planvarianten – klein, mittel und groß – habe man betrachtet und sich für einen Kompromiss mit Elementen aus allen drei Vorschlägen entschieden. Freilich sei die Umsetzung zurückgestellt worden, da zunächst im Zug des Flurbereinigungsverfahrens Grundstücksverhältnisse hätten geklärt werden müssen.

Nun jedoch solle das Projekt noch im laufenden Jahr vorangebracht werden. „Der Plan liegt schließlich vor“, sagt Waltraud Piechatzek, die allerdings nicht ausschließt, dass im Lauf der weiteren Beratungen – Ortschafts- und Gemeinderat müssen sich mit dem Backhausplatz befassen – neue Anregungen auftauchen könnten. Die topografischen Verhältnisse inklusive der Anbindung an einen Hang mittels Natursteinen sowie die Tatsache, dass einige Freudensteiner nur über den Backhausplatz zu ihrem Gebäude zufahren könnten, bescherten bei der Erschließung spannende Aufgaben.

Vor der Sommerpause werden sich die Gremien wohl nicht mehr mit der Angelegenheit befassen, doch hofft Waltraud Piechatzek darauf, „dass wir bis zum Jahresende wenigstens mit den Planungen weiterkommen und 2019 mit der Umsetzung starten können“. Feste in größerem Ausmaß, wie sie auf dem Wetteplatz in Hohenklingen durchgeführt werden könnten, werde es zwar auch nach einer Umgestaltung angesichts der überschaubaren Dimension nicht geben, auch wenn die WG für ihr Backhausfest jetzt schon ein Zelt aufstelle. Doch die Zeiten, in denen dem Platz das Prädikat „unattraktiv“ zugeordnet werden könnte, sollen bald der Vergangenheit angehören.

Carolin Becker

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