Explosion bei Suez in Knittlingen

Im Entsorgungsbetrieb sind unter anderem Spezialisten des Gefahrgutzugs der Feuerwehr im Einsatz

Von Maik Disselhoff Erstellt: 30. Mai 2018, 00:00 Uhr
Explosion bei Suez in Knittlingen Vermutlich eine chemische Reaktion führt am Dienstagnachmittag zu einer Explosion in einem Zwischenlager der Entsorgungsfirma Suez Süd an der Knittlinger Daimlerstraße. Fotos: Fotomoment

Knittlingen. In der Entsorgungsfirma Suez Süd hat sich am Dienstagnachmittag eine Explosion ereignet. Nach Angaben von Kreisbrandmeister Christian Spielvogel explodierte in dem Unternehmen aus bisher noch ungeklärter Ursache ein 200-Liter-Fass, das mit Schleifstaub befüllt war. „Menschen wurden dadurch nicht verletzt“, so der Kreisbrandmeister. Um 15.15 Uhr wurde die Knittlinger Feuerwehr über die Brandmeldeanlage des Betriebs über ein Vorkommnis informiert. „In einem Zwischenlager für Sondermüll hatten nach der Explosion zwei Rauchmelder Alarm ausgelöst“, berichtete der Knittlinger Feuerwehrkommandant Markus Haberstroh vor Ort.

Bürgermeister Heinz-Peter Hopp (re.) informiert sich vor Ort über das Geschehen.Bürgermeister Heinz-Peter Hopp (re.) informiert sich vor Ort über das Geschehen.

Aufgrund der zunächst unklaren Lage alarmierte die Feuerwehr den Gefahrgutzug aus Niefern-Öschelbronn, der unter anderem über eine spezielle Schutzausrüstung verfügt, sowie den ABC-Erkunder der Illinger Wehr, der die Messtechnik an Bord hat, die nötig ist, um beispielsweise eine Gefährdung der Anwohner durch giftige Gase in der Luft zu ermitteln. Diesbezüglich konnte die Feuerwehr übrigens schnell Entwarnung geben: „Eine Messung ergab, dass keine Gefahr für Mensch und Umwelt bestand“, erklärte Christian Spielvogel auf Nachfrage unserer Zeitung.

Nachdem klar war, dass sich im Fass lediglich Schleifstaub befunden hatte, konnten Beschäftigte von Suez den zerborstenen Behälter und den ausgetretenen Abfall sichern. Die Feuerwehr blieb währenddessen vorsorglich auf dem Posten. Ingesamt waren wegen der Explosion laut Haberstroh 15 Fahrzeuge und 62 Einsatzkräfte nach Knittlingen an die Daimlerstraße 2 ausgerückt. Durch die Explosion sei kein größerer Sachschaden entstanden. „Es wurde nur das Lagerregal beschädigt.“

Auch der Knittlinger Bürgermeister Heinz-Peter Hopp machte sich vor Ort ein Bild von der Lage in der Firma, die auf Recycling und Bauschutt spezialisiert ist. Er stufte das Ereignis als „nicht besorgniserregend“ ein, zeigte sich erleichtert darüber, dass durch die Explosion niemand verletzt wurde, und bescheinigte der Feuerwehr, dass sie die Situation schnell unter Kontrolle gehabt habe. Kreisbrandmeister Spielvogel lobte alle Helfer für ihre gute Zusammenarbeit. Neben der Feuerwehr waren das DRK und die Polizei im Einsatz.

Maik Disselhoff

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