Dachstuhlbrand löst Großalarm aus

70 Helfer bekämpfen ein Feuer an der schmalen und eng bebauten Grabenstraße in Knittlingen. Betroffenes Gebäude wird derzeit saniert und ist unbewohnt. Schaden lässt sich auf Anhieb nicht abschätzen. Brandursache ist noch unklar.

Von Sina Willimek und Thomas Eier Erstellt: 4. Juni 2020, 00:01 Uhr
Dachstuhlbrand löst Großalarm aus Dachstuhlbrand löst Großalarm aus

Knittlingen. Ein Dachstuhlbrand in einem Haus an der eng bebauten Grabenstraße in Knittlingen hat am Mittwochabend einen Großeinsatz ausgelöst. 70 Feuerwehrleute aus den Abteilungen der Stadt und dem Umland bekämpften die Flammen und verhinderten, dass sie auf die Nachbarhäuser übergriffen.

Die Eigentümerin selbst hatte durch einen glücklichen Umstand den Brand in ihrem Haus bemerkt, das grundlegend saniert wird. Nachdem die Arbeiten eine halbe Stunde zuvor eingestellt worden waren, kehrte sie gegen 18 Uhr nochmals für einen Besichtigungstermin mit der Mutter auf die Baustelle zurück und nahm ein verdächtiges Knistern wahr. Als wenige Minuten später die ersten Einsatzkräfte an der Grabenstraße eintrafen, schlugen meterhohe Flammen aus dem Dachstuhl.

Neben allen drei Abteilungen der Feuerwehr Knittlingen rückten zur Unterstützung auch Kameraden aus Maulbronn und Sternenfels sowie – zusätzlich zur Knittlinger – noch eine zweite Drehleiter aus dem benachbarten Bretten an. Auch Bürgermeister Heinz-Peter Hopp, der von zu Hause eine Rauchsäule über dem alten Ortskern bemerkt hatte, bevor das Feuer Sekunden später offen ausbrach, machte sich vor Ort ein Bild von der Lage. „Da versuchen die Eigentümer, im Sanierungsgebiet ,Historische Altstadt‘ neuen Wohnraum zu schaffen, und dann so was“, zeigte sich der Rathauschef geschockt, während eine große Zahl an Schaulustigen das vermeintliche „Spektakel“ in der schmalen Grabenstraße verfolgte. Noch am Abend wurde vor Ort Kritik am Verhalten mancher Zaungäste laut, die offenbar in der heißen Phase des Einsatzes die Arbeit der Feuerwehr behindert hatten.

In die Einsatzbesprechungen war auch der Zimmerermeister, der die Sanierungsarbeiten am Gebäude erledigt, eingebunden, um die Einsturzgefahr abzuschätzen. Die gute Nachricht: Verletzt wurde niemand, lediglich einem Feuerwehrmann machten wegen der Hitze Kreislaufprobleme zu schaffen. Der Sachschaden am Gebäude, das mit großem Aufwand modernisiert wird, ließ sich zunächst nicht abschätzen. Auch die Ursache des Feuers gab Rätsel auf, weil an diesem Tag, wie zu hören war, am Gebäude keine Arbeiten mit Schweißbrenner oder Ähnlichem stattgefunden hätten. Die Polizei ermittelt.

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