„Familien erleben eine unvorstellbare Belastung“

Dieter Wenzel, neuer Vorsitzender des Fördervereins der Familienherberge Lebensweg, zu den kommenden Herausforderungen

Von Thomas Eier Erstellt: 20. März 2017, 00:00 Uhr
„Familien erleben eine unvorstellbare Belastung“ Dieter Wenzel hatte eine Leitungsfunktion im Vertrieb für Daimler in Berlin. Jetzt übernimmt der Illinger den Vorsitz des Fördervereins der Familienherberge Lebensweg. Foto: privat

Illingen-Schützingen. Dieter Wenzel (57) aus Illingen ist neuer Vorsitzender des Fördervereins der Familienherberge Lebensweg. Im Interview mit unserer Zeitung äußert er sich zu seinen Motiven, dieses Amt zu übernehmen, und was ihn persönlich mit der Familienherberge verbindet.

Haben Sie, angesichts der Vakanz an der Spitze des Fördervereins, lange mit sich gerungen ?

Nein. Ich bin gefragt worden, ob ich diese Aufgabe übernehmen möchte, habe mich inhaltlich informiert und in einer Klausur die Vorstände kennengelernt. Danach stand für mich fest, dass ich mich für diese wichtige Aufgabe gern engagieren werde.

In welcher Weise haben Sie bislang den Werdegang des Projekts verfolgt, und was verbindet sie mit der Idee der Familienherberge?

Ich finde es einfach eine gute Sache, die es zu unterstützen lohnt. Gerade Familien mit schwerstkranken Kindern benötigen diese Möglichkeit der Erholung, die sonst in Deutschland kaum angeboten wird. Diese Familien sind oft unvorstellbaren Dauerbelastungen ausgesetzt.

Es tut gut zu spüren, dass viele Menschen gerne für die Familienherberge Lebensweg spenden. Das konnten wir erst kürzlich auch bei einer Matinee, die ich gemeinsam mit meinen Mitspielerinnen des Akkordeonensembles veranstaltet habe, eindrucksvoll erfahren.

Was hat Sie am Amt des Vorsitzenden des Fördervereins gereizt?

Wir befinden uns gerade in der Fertigstellungsphase des Gebäudes und in der Startphase des laufenden Betriebes. Das ist wie der Start eines mittelständischen Unternehmens mit der zusätzlichen Herausforderung, dass der laufende Betrieb auch nach der Aufbauphase auf die Spendenbereitschaft und die Mitglieder des Fördervereins angewiesen ist. Dies tatkräftig und beratend zu unterstützen scheint mir eine spannende und lohnende Herausforderung zu sein.

Welche Eigenschaften muss der Vorsitzende eines Fördervereins für ein Millionenprojekt mit sozialem Ansatz mitbringen?

Ich denke, es ist wichtig die Energie, die im Förderverein existiert, so zu steuern, dass sie dem Projekt bestmöglich nützt. Wahrscheinlich braucht es dazu ein gutes Händchen im Umgang mit Menschen sowie Beharrlichkeit, alle immer wieder neu für dieses tolle Projekt zu begeistern, und nicht uns selbst als Personen in den Vordergrund zu stellen.

In welcher Weise wird der Förderverein in Zukunft die Familienherberge unterstützen. Gibt es neue Ansätze?

Die gute Unterstützung des Projektes in der Bevölkerung zeigt, dass der Förderverein bisher gut gearbeitet hat. Wir werden uns mit der Frage zusätzlicher Spender- und Mitgliederpotenziale, sowohl in der Region als auch darüber hinaus, beschäftigen. Außerdem gilt es jetzt das entstehende Angebot bei den Familien bekanntzumachen, die ein schwerstkrankes Kind haben.

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