Natourismuspreis für die Ölmühle

BUND Nordschwarzwald würdigt das Engagement für den Erhalt der Kulturlandschaft

Von Frank Goertz Erstellt: 24. November 2012, 00:00 Uhr
Natourismuspreis für die Ölmühle Walter Appenzeller (re.), Vorsitzender des BUND Nordschwarzwald, überreicht an Jürgen Krauth von der Illinger Ölmühle den Natourismuspreis. Mit ihm freuen sich seine Frau Cornelia Hofer-Krauth und seine Mutter Helga Krauth (li.). Foto: Goertz

Illingen. Die Illinger Ölmühle ist am gestrigen Freitagabend mit dem Natourismuspreis des BUND Regionalverbands Nordschwarzwald ausgezeichnet worden. Bei der Preisübergabe würdigte Walter Appenzeller vom Vorstand des BUND, dass durch die Ölmühle der Anbau regionaler Ölfrüchte gefördert werde. So ermögliche die Ölmühle den Besitzern von Walnussbäumen die Lohnpressung, indem sie Walnusskerne zu hochwertigem Speiseöl verarbeite. „Damit wird der Erhalt von Wiesen mit Walnussbäumen in der Region gesichert, weil die Bewirtschafter eine Verwertungs- und Vermarktungsmöglichkeit haben“, lobte Appenzeller.

Auch früher weit verbreitete Ackerkulturen wie Lein oder Mohn werden durch das Angebot der Ölmühle wieder in den Fokus des Interesses gerückt. „Durch die Zusammenarbeit mit Landwirten konnte der Anbau dieser Kulturpflanzen wiederbelebt werden“, freut sich Appenzeller. Insofern gebühre ein Teil des Preises auch Landwirt Frank Bäuerle, der Lein und Mohn anbaut. Die Partnerschaft zwischen dem Ölmüller Krauth und Landwirt Bäuerle ist eine klassische Win-Win-Situation. „Ich habe eine feste Bezugsquelle, und er einen festen Abnehmer“, erklärt Krauth.

Appenzeller stellte auch heraus, dass die Ölmühle mit Besichtigungsangeboten den Besuchern wichtiges Hintergrundwissen über regionalen Anbau, Ölgewinnung und gesunde Ernährung vermittelt. „Das Gesamtkonzept beinhaltet die touristische Vermarktung. Mit weiteren Kooperationen wird dabei der ganze Ort mitgenommen.“

Dem wollte Schultes Harald Eiberger nicht widersprechen. „Die Ölmühle ist das touristische Aushängeschild Illingens. Sie ist ein Paradebeispiel wie Ökonomie und Ökologie Hand in Hand gehen können.“

Der BUND Regionalverband vergibt den Natourismus-Preis jährlich seit 1991. Bisherige Preisträger waren unter anderem der Verkehrsclub Deutschland für seinen Klosterstadt-Express, die Familie Schmidt aus Illingen für ihr Engagement zum Erhalt von Trockenmauern und Marie-Luise Jaggy aus Knittlingen, die sich in vielfältiger Weise für den Erhalt der Kulturlandschaft einsetzt.

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