Wünsche zu Bus und Bahn

VCD-Sprecher Matthias Lieb fordert unter anderem Bericht zum Stadtbusverkehr in Mühlacker

Erstellt: 24. Februar 2016, 00:00 Uhr
Wünsche zu Bus und Bahn Seit 2003 sind die Stadtwerke Mühlacker für den Stadtbusverkehr zuständig. VCD-Chef Matthias Lieb hätte gerne mehr Informationen.Archivfoto: Kollros

Der VCD-Landesvorsitzende und frühere Stadtrat Matthias Lieb hat sich in der Diskussion um mögliche Verbesserungen im öffentlichen Personennahverkehr in Mühlacker und Umgebung erneut zu Wort gemeldet. Im Blick hat er dabei vor allem die Gelegenheitsfahrer.

 

Mühlacker/Enzkreis (pm/the). Im Vorfeld der Beratung im Mühlacker Gemeinderat am gestrigen Dienstagabend hatte sich Lieb in einem Schreiben an Oberbürgermeister Frank Schneider gewandt und der Darstellung widersprochen, es gebe schon heute gute Lösungen mit einer Übergangsfahrkarte in Richtung Verkehrsverbund Stuttgart. „Tatsächlich ist dies eine Monats- beziehungsweise Jahreskarte, so dass 90 Prozent der Bevölkerung diese vermeintlich „gute Lösung“ nicht nutzen könnten, gibt Lieb zu bedenken. Gelegenheitsfahrer, die ab Mühlacker ein DB-Ticket lösen müssten, benötigten bis zu drei Fahrkarten – für den Stadtbus Mühlacker bis zum Bahnhof, das Bahnticket bis Stuttgart Hauptbahnhof und in Stuttgart eine Karte für Stadtbus oder Stadtbahn. Das Metropoltagesticket wiederum gelte montags bis freitags erst ab 9 Uhr, so Lieb.

 

Auf der Tagesordnung des Gemeinderats war das Thema Nahverkehr durch einen Antrag der CDU-Fraktion gelandet, wobei sich ihr Fraktionschef Günter Bächle, der sich im Kreistag seit Längerem für eine bessere Anbindung an die Landeshauptstadt und einen Abbau der Tarifhürden bis hin zu einem VVS-Tarifpunkt Mühlacker starkmacht. Außerdem forderte die CDU-Gemeinderatsfraktion Zahlen zum ÖPNV im Raum Mühlacker, wobei die Stadtverwaltung, was die Fahrgastzahlen des Stadtbusses betrifft, auf den Geschäftsbericht der Stadtwerke verweist.

In diesem Punkt beklagt Matthias Lieb, die Angaben zu Fahrgastzahlen fehlten, im Übrigen lägen die Informationen erst verspätet vor. Nach seinem Wunsch sollten die Stadtwerke jährlich im Gemeinderat über die Entwicklung und die wichtigsten Zahlen und Fakten berichten.

Lieb hatte schon in einem Gespräch mit der SPD-Kreistagsfraktion, die gemeinsam mit der CDU-Kreistagsfraktion einen Antrag gestellt hatte, um eine engere Anbindung des Enzkreises an Stuttgart zu erreichen, die Forderungen nach Verbesserungen unterstützt. Laut einer Mitteilung der SPD-Fraktion hatte der Bahnexperte dabei auf die rückläufigen Fahrgastzahlen im Enzkreis verwiesen. Die Ticketpreise, wird Lieb zitiert, seien besonders für Gelegenheitsfahrer ständig gestiegen, zudem müsse – analog zu Karlsruhe – endlich ein vernünftiges, einheitliches Tarifsystem zwischen den Verbünden umgesetzt werden.

SPD-Kreisrat Dr. Till Neugebauer sprach sich laut Mitteilung in diesem Zusammenhang ebenfalls für eine Linienerweiterung aus. Hierfür bedürfe es allerdings der entsprechenden Vorlage von genauen Kostenberechnungen, so dass auch klar werde, welche erhöhten Defizite der Landkreis gegebenenfalls abzudecken hätte. Bei dem Treffen übte VCD-Sprecher Lieb laut SPD erneut Kritik am System mit 22 Verkehrsverbünden im Land.

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