Versuchter Mord: Prozess gegen Messerstecher

Asylbewerber malträtiert Frau

Von Frank Goertz Erstellt: 15. August 2018, 00:00 Uhr

Karlsruhe/Heimsheim (fg). Versuchter Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung – so lautet die Anklage gegen den Asylbewerber aus Afghanistan, der am 29. März seine Frau in Heimsheim mit einem Messer angegriffen und schwer, jedoch nicht lebensgefährlich verletzt hat. Der Prozess vor dem Schwurgericht Karlsruhe beginnt am 5. September.

Der Angriff war die Spitze einer Eskalation der Gewalt. Die Beziehung soll schon vor der Flucht des Paares, das drei Kinder hat und 2015 nach Deutschland kam, unter keinem guten Stern gestanden haben. Wie im Januar 2018 vor dem Amtsgericht Maulbronn zur Sprache kam, soll der Mann seine Frau schon in Afghanistan verprügelt haben. Nachdem er am 8. April 2017 in einer Flüchtlingsunterkunft in Heimsheim wieder gewalttätig wurde, kassierte er eine Freiheitsstrafe von vier Monaten, die drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde. Trotzdem kam es nur wenige Wochen später zur Bluttat in Heimsheim. Der Mann, der zum Tatzeitpunkt getrennt von seiner Frau in Tiefenbronn lebte, soll das Messer bereits in der Tasche gehabt haben, als er nach Heimsheim fuhr. Auch deshalb geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass er einen Tatentschluss zur Tötung seiner Frau hatte. Grundsätzlich wird auch ein Mordversuch mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft. Das Gericht kann die Strafe jedoch mildern.

Frank Goertz

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