Sturmtief Sabine sorgt für Chaos im Enzkreis

40 umgestürzte Bäume, 60 Einsätze und fünf gesperrte Straßen

Erstellt: 10. Februar 2020, 10:51 Uhr
Sturmtief Sabine sorgt für Chaos im Enzkreis Bisher wurden 40 umgestürzte Bäume gemeldet. Foto: Fotomoment

Enzkreis/Pforzheim (pm/pol/cb). Das Sturmtief „Sabine“ zieht seit gestern Abend über Süddeutschland und führt zu Stromausfällen, Verkehrschaos und unzähligen Einsätzen von Feuerwehr und Polizei.

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Pforzheim macht sich das Orkantief vor allem durch blockierte Straßen bemerkbar – bis zum Montagmorgen wurden 40 umgestürzte Bäume gemeldet. Neben ihnen sorgen zerstörte Bauzäune, Ampelanlagen und Verkehrszeichen für zahlreiche Einsätze der Feuerwehren, der Straßenmeistereien und der Polizei. Allein bis 4.00 Uhr morgens seien laut der Polizei über 60 Einsätze zu bewältigten gewesen. Derzeit sind im Enzkreis sowie in der Stadt Pforzheim fünf Kreis-, Landes- und Bundesstraßen gesperrt.

Das Polizeipräsidium Pforzheim vermeldet außerdem, dass durch das Sturmtief noch keine Person verletzt wurde. Über Sachschäden liegen noch keine näheren Angaben vor. Aktuell sind im Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidiums rund 90 Unwettereinsätze offen.

In der Nachbarstadt Vaihingen war die Feuerwehr in den Morgenstunden an unterschiedlichen Stellen im Stadtgebiet gefordert, weil „Sabine“ zahlreiche Schäden an Dächern verursacht hatte und Trümmerteile auf die Gehwege und Straßen geweht hatte. Bäume wurden umgeknickt, Straßenschilder beschädigt und Baustelleninfrastruktur wie Warnbaken oder auch mobile Toiletten umgeworfen.

„Bei uns klingelt das Telefon quasi ununterbrochen“, sagte am Montagmorgen die Leiterin der Enzberger Hartfeldschule, Franziska Straub. Schon am Samstag sei klar gewesen, dass „Sabine“ einem regulären Unterricht zum Wochenstart einen Riegel vorschieben würde.

Das Kultusministerium habe für Montag landesweit Kinder vom Unterricht befreit, deren Schulweg sturmbedingt zu gefährlich sei. Diese Mitteilung sei noch am Samstagabend den Elternvertretern weitergeleitet worden. „Tatsächlich ist heute nur ein Bruchteil der Kinder da“, stellte Franziska Straub fest.

Auch viele Lehrer, gerade solche aus dem Raum Karlsruhe, hätten es nicht nach Enzberg geschafft, seien sie doch unterwegs auf der Autobahn steckengeblieben. Die anwesenden Kinder seien gut versorgt, ihnen werde beispielsweise vorgelesen, oder sie betätigten sich als kleine Baumeister. „Wir sind heute sehr flexibel.“

Die Polizei rät den Bürgern dazu, die Warnhinweise des Deutschen Wetterdienstes sowie der Warn-App Nina zu beachten.

 

 

 

Eine ausführliche Berichterstattung über die Folgen von Sturmtief Sabine finden Sie in unserer Dienstagsausgabe oder online.

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