Nicht die Frau vom Hirsch

Stiftung erklärt das Reh zum Wildtier des Jahres 2019

Erstellt: 11. Januar 2019, 00:00 Uhr
Nicht die Frau vom Hirsch Beliebt, aber für viele dennoch eine unbekannte Art: Die Deutsche Wildtier Stiftung rückt das Rehwild in den Fokus ihrer Aufklärungsarbeit. Foto: Lechner

Enzkreis (fl). Nein, das Reh ist nicht die Frau vom Hirsch! Rund um das Wildtier des Jahres 2019 – ernannt von der Deutschen Wildtier Stiftung – gibt es nach wie vor grundlegende Missverständnisse, und vielleicht liegt es daran, dass es sich bei „Bambi“ aus dem gleichnamigen Disney-Zeichentrickfilm nicht um ein Rehkitz, sondern um den Nachwuchs eines amerikanischen Weißwedelhirsches handelt …

Das Reh ist zwar der beliebteste, gleichzeitig aber auch ein ziemlich unbekannter Bewohner der heimischen Wälder. Und wer in der Natur auf einen großen braunen Vierbeiner mit einem relativ kleinen Gehörn stößt, hat es mit dem wahren Mann vom Reh, dem Rehbock, zu tun. Dagegen begegnet man dem fast doppelt so großen Rothirsch mit dem im Vergleich riesigen Geweih nur in Teilen des Schwarzwaldes oder im Naturpark Schönbuch.

Nach Schätzungen der Stiftung leben in Deutschland 2,5 Millionen Rehe. Allein im Enzkreis wurden im vergangenen Jagdjahr 3840 Rehe getötet – davon 700 nicht durch Jäger, sondern durch den Straßenverkehr.

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