Gerücht um Kindesentführer sorgt für Panik im Netz

Warnung vor Entführern in Maulbronn, Knittlingen und Bretten

Erstellt: 20. Juli 2019, 00:00 Uhr

Enzkreis/Bretten (joy). Im sozialen Netzwerk Facebook hat an diesem Donnerstag ein Nutzer Eltern „aus dem Raum Bretten, Knittlingen, Maulbronn usw.“ vor gleich mehreren mutmaßlichen Kindesentführern gewarnt. Die Fremden hätten Kinder „angesprochen und mit Handys“ in deren Autos gelockt.

„Ein Mann hat versucht, ein Kind (Fußballfreund meiner Stieftochter) gewaltsam ins Auto zu zerren, es wurde Gott sei Dank verhindert. Passt auf Eure Kinder auf!“ Am Ende wird der Leser zum Verbreiten des Beitrags aufgefordert, um andere Eltern auf die angebliche drohende Gefahr aufmerksam zu machen: „Bitte so oft wie möglich teilen!!!!!!!!!!“

Frank Otruba, Sprecher des Präsidiums Karlsruhe, gab am Freitag auf Nachfrage unserer Zeitung Entwarnung und erklärte, dass der Polizei keinerlei Kenntnisse zum dargestellten Sachverhalt bekannt seien. „Über angebliche Kindesentführer wird insbesondere in den sozialen Medien immer wieder berichtet“, so Otruba weiter. „Hier verbreiten sich unbestätigte Gerüchte leider viel zu schnell und verursachen unnötig Panik unter Eltern.“ Deshalb rät die Polizei, ungesicherte Informationen nicht in sozialen Medien zu verbreiten.

Ein ähnlicher Facebook-Eintrag, in dem es hieß, dass Kinder vor der Haustüre von mutmaßlichen Entführern angesprochen worden seien, sorgte vor rund zweieinhalb Jahren auch in Enzberg für Aufsehen. Doch auch damals entpuppte sich die Botschaft als Falschmeldung.

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