Ein Wunsch: Im Zweistundentakt nach Karlsruhe

Pendlerstammtisch diskutiert über mögliche Verbesserungen im regionalen Zugverkehr – Schweickert will Vorschläge weitergeben

Erstellt: 15. Januar 2020, 00:00 Uhr

Enzkreis (pm). In der Diskussion im Rahmen des Pendlerstammtischs, der dieser Tage im Hotel-Restaurant „Scharfes Eck“ in Mühlacker stattfand, haben sich aus Sicht des Landtagsabgeordneten Professor Dr. Erik Schweickert neue konkrete Verbesserungsvorschläge für den regionalen Zugfahrplan ergeben, die im Gespräch mit dem Verkehrsministerium auf die Tagesordnung gesetzt werden sollen.

Er sei, teilte der FDP-Abgeordnete mit, unter anderem darauf hingewiesen worden, dass die Bahnhofsfahrordnung am Pforzheimer Hauptbahnhof verbesserungswürdig sei. „Es ist wohl sinnvoller, Abellio auf nebeneinander liegenden Gleisen einfahren zu lassen, statt einmal auf Gleis 5 anzukommen und beim nächsten Mal auf Gleis 2. Die IRE fahren beispielsweise je nach Fahrtrichtung immer von den Gleisen 3 und 4 ab. Durch die Vermeidung von Zugkreuzungen könnte Zeit eingespart werden“, gab Schweickert eine Anregung weiter. Eine Neuregelung sei nach seinen Informationen auch außerhalb der Fahrplanwechsel möglich und solle zumindest in Erwägung gezogen werden.

Auch in Mühlacker gebe es nach wie vor Probleme. Zwar existiere seit der Fahrplanumstellung im Dezember wieder eine morgendliche Direktverbindung von Illingen nach Heidelberg, diese sei aber auf Kosten der Verbindung nach Pforzheim eingeführt worden. „Der Verlust der Verbindung nach Pforzheim um 7 Uhr ist für viele Pendler mindestens genauso ärgerlich, wie der vormalige Wegfall der Verbindung nach Heidelberg. Ich hatte schon früh vorgeschlagen, dass eine Flügelung in Mühlacker erfolgt, damit beide Stränge der Residenzbahn bedient werden können“, erinnerte Schweickert.

Zudem gebe es für die Fahrgäste unnötige Verzögerungen beim Trennen und Kuppeln der Züge der Linien RB17a, RE17b und RB17c. Er sehe, so Schweickert, an dieser Stelle deutliche Verbesserungsmöglichkeiten. „Wenn ich um 6.52 Uhr mit dem RB17a von Niefern in Mühlacker ankomme, kann ich wegen des Kupplungsvorgangs erst nach drei Minuten aussteigen. Wegen dieser Verzögerung verpassen beispielsweise einige Leute ihren anschließenden Bus“, gab der Abgeordnete zu bedenken. Anderswo sei es jedoch kein Problem, Fahrgäste trotz eines Kupplungsvorgangs ein- und aussteigen zu lassen.

Schweickert will die Anregungen aus dem Gedankenaustausch nach eigenem Bekunden in das Gespräch mit dem Verkehrsministerium mitnehmen. Auch in einem weiteren Punkt habe er die Rückendeckung durch die Teilnehmer des Stammtischs erhalten. So sollten weiterhin die Wiedereinführung des alten Zweistundentakts vom östlichen Enzkreis nach Karlsruhe und eine Verlängerung der S-Bahnlinie 5 gefordert werden. „Diese Verbindungen wären nach Ansicht vieler Pendler eine deutliche Verbesserung des Status quo. Deshalb werde ich diesen Wunsch gerne erneut an den Minister herantragen.“

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