Der Blick geht nach Hollywood

Der Mönsheimer Schauspieler Andrea Magro spielt sich beharrlich nach oben

Von Susanne Roth Erstellt: 15. Januar 2013, 00:00 Uhr
Der Blick geht nach Hollywood Hat nun auch einen Song aufgenommen: Andrea Magro, Schauspieler aus Mönsheim und auf dem Weg nach Los Angeles. Foto: Roth

Mönsheim. Es war eher ein Zufallsprodukt, nun sieht es so aus, als ob sein Song „I will never let you go“ ein Pop-Hit werden könnte. Damit würde sich Andrea Magro (22) ein zweites Standbein schaffen.

Der junge Mönsheimer, der konsequent seine Schauspieler-Karriere vorantreibt und dabei ist, den Sprung über den großen Teich nach Los Angeles anzutreten, ist auf dem Teppich geblieben und denkt an Absicherung. Den Song hat er eigentlich für eine Freundin komponiert. Die 14-Jährige lag nach einem schweren Unfall im Koma, und Andrea Magro wollte zu ihrer Genesung beitragen. Nicht nur, dass die Freundin einen Tag nach „Ich werde dich niemals gehen lassen“ aus dem Koma erwachte, auch der Rest der Familie war so begeistert, dass das Lied jetzt bei Maurizio Mastrini liegt, einem renommierten Pianisten und Musikproduzenten. Falls die musikalische Schiene in einer Sackgasse enden sollte, würde der Sänger das verkraften: „Es ist ein Versuch.“

Inzwischen kann sich der junge Mann gar nicht mehr vorstellen, dass er mal daran gedacht hat, seinen Weg in die Schauspielerei aufzugeben. „Ich habe noch mehr Motivation und Lust“, sagt er. Sein Durchbruch war die Zusammenarbeit mit Regisseur David Cronberg und die Rolle als Jean Martin, des ältesten Sohnes des Psychoanalytikers Freud, im Film „Eine dunkle Begierde“. Da spielt es auch keine Rolle, dass sein Sprechpart im Nachhinein wegen des Vetos der Freud-Familie herausgeschnitten wurde und er „nur“ bei einer Tisch-Szene zu sehen ist. Dabei sein ist in diesem Fall alles.

Enttäuscht war er dagegen schon, als sein Sprechpart in der Krimireihe „Soko Leipzig“ ebenfalls dem Schnitt zum Opfer gefallen ist.

Das heißt aber nicht, dass der junge Mann mit italienischen Wurzeln, der vier Sprachen spricht, nur stummfilmartig wirkt. „In ,Aktenzeichen XY‘ hab ich mich revanchiert“, erzählt er von seinem Auftritt als mutmaßlicher Vergewaltiger. Ausgestrahlt wurde die Sendung an seinem 22. Geburtstag am 12. Dezember 2012.

Der Barkeeper in Matt Zemlins

„Dirty Money“

2013 soll sich viel tun in seiner Laufbahn. Zunächst wird er im Februar in Rom drehen. Unter anderem spielt er in „Dirty Money“ einen Barkeeper, der mafiöse Fäden zieht (Regie: Matt Zemlin). Weiter ist er gebucht für einen Horror-Splatter-Thriller „Kid in the Box – The lost House in the Woods II“. Und hofft, dass in der Zeit seine Greencard eintrudelt, damit er in der zweiten Jahreshälfte nach Los Angeles umziehen kann.

Dass er nicht untätig zu Hause bei den Eltern in Mönsheim herumsitzt, was er sowieso nie tut, denn ständiges Üben gehört zur täglichen Routine, erklärt er so: „Man muss Material sammeln. Immer etwas tun. Je länger die Liste, desto besser.“ Weiter versucht er, die Arbeit als Voice-over-Sprecher – einer Synchronstimme über der Original-Stimme – weiter auszubauen.

Die Augen leuchten beim Gedanken an Los Angeles, wo ein Nachwuchsschauspieler zwar hart arbeiten müsse, er sich persönlich aber gute Chancen ausrechne. Immerhin habe er gute Referenzen: Magro wurde in die britische Gewerkschaft für Schauspieler aufgenommen, ist in der weltweiten Liste der „Top 500“, kann vier große Nebenrollen vorweisen und wird demnächst in einem internationalen Talentmagazin in den USA als erfolgversprechender „Newcomer“ vorgestellt.

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