B10-Abschnitt soll vierspurig werden

Neben der A8 soll auch die Strecke zwischen Niefern und Eutingen ausgebaut werden

Erstellt: 17. Januar 2020, 00:00 Uhr

Enzkreis (pm). „Im Jahr 2020 beginnen an der Anschlussstelle Pforzheim-Ost im Radius von gerade einmal einem Kilometer zwei wichtige Verkehrsprojekte in der Region“, schreibt der FDP-Landtagsabgeordnete Prof. Erik Schweickert in einer Mitteilung und verweist dabei auf den Ausbau der A8 in der Enztalquerung sowie der Erweiterung der B10 zwischen Eutingen und Niefern auf vier Spuren. „Definitiv eine Herkulesaufgabe“, denn auch ohne die zeitliche Parallelität der beiden Maßnahmen stelle der Ausbau der Autobahn nach Jahrzehnten der Planung eine der schwierigsten und größten Baumaßnahmen des Landes Baden-Württemberg dar.

Was die B10 betrifft, sei die Erweiterung eigentlich erst nach dem Autobahn-Ausbau geplant gewesen, erinnert der Enzkreis-Abgeordnete. Allerdings habe es bei den Planungen für die Enztalquerung, die eigentlich bereits im Bau sein sollte, Verzögerungen gegeben. Folge: Erst jetzt lägen die fertigen Ausschreibungsunterlagen vor und würden in den Fachabteilungen des Regierungspräsidiums geprüft. „Wenn die Ausschreibung dann im Frühjahr erfolgt ist, kann Ende 2020 mit den Bauarbeiten an der A8 begonnen werden“ skizziert Schweickert den Zeitplan.

Nicht weniger froh ist er über die Neuigkeit, dass es nun auch mit der B10 weitergeht. Noch in diesem Jahr solle das derzeit ruhende Planfeststellungsverfahren wieder aufgenommen und schnellstmöglich abgeschlossen werden. Es sei äußerst positiv, dass das Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe Abhilfe für diesen überlasteten Streckenabschnitt schaffen wolle. Geplant sei, dass in Zukunft jede Fahrtrichtung der Bundesstraße eine eigene Brücke über die Enz erhalte. Gebaut werden solle aber zunächst eine Brücke. Nach deren Fertigstellung sei dann geplant, die alte abzureißen und die zweite zu errichten. Dass sich das Regierungspräsidium dazu entschieden habe, den Brückenbau parallel zum Ausbau der A8 durchzuführen, spare circa zwei Jahre.

Die Entkopplung des B10-Ausbaus von dem der A8 ist aus Sicht des Abgeordneten auch deshalb zu begrüßen, weil die Autobahnen ab dem 1. Januar 2021 nicht mehr in der Auftragsverwaltung der Länder geführt werden, sondern die Zuständigkeit zur Autobahn GmbH des Bundes wechselt. Und weil das RP in einem Jahr ohnehin nicht mehr für die Enztalquerung zuständig sei, sei es sinnvoll, dass es sich schon jetzt auf die B10 fokussiere. Er hoffe, dass der Startschuss für die beiden Maßnahmen baldmöglichst falle und die Projekte ohne Probleme zu Ende gebracht werden könnten. „Jeden Tag stehen Zehntausende Pendler an diesem neuralgischen Punkt im Stau.“ Deshalb sei eine schnelle Durchführung, wie sie auch das RP anstrebe, für die ganze Region von großer Bedeutung, erläutert Schweickert abschließend.

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