Eindrücke aus der Partnerstadt Bassano del Grappa

Partnerstadt verleiht Frank Fuchs posthum die Ehrenbürgerwürde – Witwe Christa Fuchs nimmt die Urkunde entgegen – Gäste sind beeindruckt

Von Maren Recken Erstellt: 10. Oktober 2016, 11:14 Uhr
Eindrücke aus der Partnerstadt Bassano del Grappa Am Mühlacker Stand herrscht Andrang. (Foto: Recken)

Von Chorgesang und Fassanstich bis zur feierlichen Ehrung für den Urvater der Partnerschaft, Frank Fuchs – der Besuch einer Mühlacker Delegation in der italienischen Partnerstadt Bassano del Grappa hat sich am Wochenende besonders abwechslungsreich gestaltet.

Mühlacker/Bassano del Grappa. Bereits am Freitag waren knapp 100 Mühlackerer nach Italien aufgebrochen, darunter der Chor des Theodor-Heuss-Gymnasiums, der am Samstagabend in der Kirche des Istituto Scalabrini gemeinsam mit dem Coro Giovani Voci Bassano ein Konzert gab. Ein langanhaltender Schlussapplaus honorierte die Leistungen beider Chöre.

Höhepunkt der offiziellen Veranstaltungen war die Verleihung der Ehrenbürgerwürde, die in feierlichem Rahmen im historischen Ratssaal posthum die Verdienste des 2008 verstorbenen Frank Fuchs würdigte. Stellvertretend für den Gründervater der Städtepartnerschaft, die 2018 ihr 40-Jahr-Jubiläum feiern wird, nahm die Witwe Christa Fuchs, die gemeinsam mit dem Sohn und den Enkelkindern nach Bassano gekommen war, die Ehrenurkunde in Empfang. „Ich bin dankbar, dass man nach so vielen Jahren mit dieser Herzlichkeit an Frank Fuchs gedacht hat“, zeigte sie sichtlich bewegt darüber, wie viele langjährige Freunde das Engagement ihres verstorbenen Mannes für die Partnerschaft mit lebhaften Erinnerungen an wechselseitige Besuche in Mühlacker und Bassano verbinden.

Lesesaal in der Stadtbibliothek
nach Frank Fuchs benannt

Zusätzlich zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde wurde der Zeitungslesesaal der Stadtbibliothek nach Frank Fuchs benannt. Eine Tafel informiert dort, wo neben italienischen Tageszeitungen auch das Mühlacker Tagblatt ausliegt, über den Einsatz des Ehrenbürgers, der sich „für die Verbreitung der italienischen Kultur und der italienischen Sprache in einem Europa ohne Vorherrschaften“ starkgemacht habe.

Bereits im vergangenen Jahr wurde ein Weg in Bassano nach einem Mühlacker Bürger benannt. Lesen Sie einen Artikel dazu.

Neben Oberbürgermeister Frank Schneider und Stadtrat Rolf Leo als offiziellen Vertretern der Stadt sowie Maren Recken und Julia Ziegler, der Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees, waren am Wochenende der Fiera Franca, das traditionellen Herbstmarktes in den Straßen der Stadt, zahlreiche weitere Mühlackerer nach Bassano del Grappa gekommen, darunter auch solche, für die es der erste Besuch in der Partnerstadt war; „aber sicherlich nicht der letzte“, wie die Neulinge einhellig feststellten. „Wir sind über einen Zeitungsartikel im Mühlacker Tagblatt darauf aufmerksam geworden, dass jeder nach Bassano mitfahren kann“, erklärten Elke und Armin Eberhardt, die zu den Premierengästen gehörten. Ihr erster Eindruck sei überwältigend, erklärten die beiden. Trotz kleinerer sprachlicher Hürden seien sie begeistert von der Stadt und von der Größe des Herbstmarktes.

Auf der Fiera Franca hat sich der Stand des Mühlacker Partnerschaftskomitees, an dem typisch deutsche Produkte wie Bier, Würste, Maultaschen und Kartoffelsalat verkauft werden, bereits seit Jahren zu einem Treffpunkt für Liebhaber der deutschen Küche etabliert. „Wir mussten am Samstagabend bereits um 23 Uhr den Bierverkauf einstellen, damit wir von den 158 Kisten Bier, die wir mitgebracht haben, wenigstens noch 45 für den Verkauf am Sonntag aufheben konnten“, schilderte Ursula Klein vom Partnerschaftskomitee den reißenden Absatz am Samstagabend. Vor dem Mühlacker Stand sei zeitweise fast kein Durchkommen mehr gewesen, beschreibt sie den Andrang.

Um den Besuchern möglichst viele Eindrücke zu vermitteln, hatte das Partnerschaftskomitee aus Bassano am Freitagabend zu einem Willkommensessen eingeladen und für Sonntag eine geführte Stadtbesichtigung in Marostica und die Möglichkeit zum Besuch einer Aufführung der Zauberflöte organisiert. Am Sonntag bildete ein gemeinsamer Abschiedsabend mit Musik und Tanz den Abschluss.

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