Wenn Spaß auf Präzision trifft

Rund 20 Teilnehmer lassen beim Jedermann-Dartturnier im Großglattbacher Jugendraum die Pfeile fliegen

Von Britta Bischoff-Krappel Erstellt: 27. Dezember 2018, 11:16 Uhr
Wenn Spaß auf Präzision trifft Die Dartspieler Daniela Rothenberger (v. li.), Pascal Steck, Quentin Kohler, Gerd Bitz und Mathias Türksch waren mit höchster Konzentration dabei. Foto: Bischoff-Krappel

Beim dritten Jedermann-Dartturnier in Großglattbach hat das etwa 20-köpfige Teilnehmerfeld schon vor den Feiertagen einen schönen Abend verbracht und sich in einem freundschaftlichen Wettbewerb miteinander gemessen.

Die Dartsportler erlebten einen unterhaltsamen Abend im Jugendraum.Die Dartsportler erlebten einen unterhaltsamen Abend im Jugendraum.

Mühlacker-Großglattbach. Wer glaubt, dass die Trendsportart Darts lediglich stupides Werfen mit Pfeilen auf eine Zahlenscheibe ist, hat weit gefehlt.

Deutlich wird dies, wenn man mit Philipp Rank, Vorstand des Großglattbacher Jugendraums, ins Gespräch kommt: Einen Tag vor Heiligabend hatte die Glabbicher Institution, die mittlerweile selbst vier Dartmannschaften stellt, unter Federführung von Oliver Gille zum dritten Mal zum „Jedermann-Dartturnier“ eingeladen. Rund zwanzig Teilnehmer sind der Einladung gefolgt, um an den drei elektronischen Dartautomaten des Jugendraums im Modus „301 Single Out“ gegeneinander anzutreten. „Früher wurde Darts mehr als lockere Kneipenbeschäftigung und weniger als Sport angesehen“, macht Philipp Rank deutlich. „In den letzten Jahren hat die Sportart durch verstärkte Fernsehübertragungen einen Boom erfahren.“ Man müsse selbst Darts spielen, um nachvollziehen zu können, welche Anforderungen dieser Sport stelle: „Hier entscheiden Millimeter über Sieg oder Niederlage. Das Ganze ist vor allem eine Kopfsache und eine Frage der mentalen Stärke“, erklärt Philipp Rank.

Die Teilnehmer des vorweihnachtlichen Dartturniers aber wollen vor allem eines: Spaß haben. Die Mittfünfziger Daniela Rothenberger und Uwe Prohaska gehören zu den älteren Teilnehmern: „Wir stellen hier die Rentnerband“, meinen sie fröhlich. Daniela Rothenberger ist zudem die einzige weibliche Teilnehmerin beim Freizeitturnier. „Damit steht die Siegerin schon fest“, sagt sie lachend. „Daheim habe ich ein wenig geübt, aber für mich zählt hier vor allem die Gaudi.“ So geht es auch Uwe Prohaska: „Ich bin früherer Jugendraum-Besucher und schaue immer wieder gerne hier rein.“ Die 17-jährige Svenja Klingel ist lediglich zum Zuschauen in den weihnachtlich dekorierten Jugendraum gekommen. „Früher habe ich auch Darts gespielt, aber jetzt pausiere ich schon seit einem Jahr.“ Eigentlich schade, denn Darts scheint eine stark von Männern geprägte Sportart zu sein. „Es gibt in der Liga durchaus Frauen“, erläutert Philipp Rank, „und manche Männer spielen gegen Frauen unerklärlicherweise einfach schlechter.“ Das bestätigt Sarah Pflüger von der Glabbicher Dartmannschaft, die beim Turnier den Freizeitspielern den Vortritt lässt: „Ich kann mich gegen die Männer durchaus behaupten.“

Mit dem Zehnjährigen Vincent Kohler und seinem 13-jährigen Bruder Quentin steht auch der jüngste Dartnachwuchs schon in den Startlöchern. Das Talent scheint bei ihnen in den Genen zu liegen: In einem spannenden Finale, das im Modus „Best of Seven“ ausgetragen wurde, unterlag ihr Vater Gerd Bitz gegen den Turniersieger Uwe Prohaska. Dieser hatte sich zuvor im Halbfinale gegen seinen Sohn und Drittplatzierten Marvin durchgesetzt. Für die weitere Zukunft der immer populärer werdenden Sportart Darts ist Philipp Rank nicht bange: „Wenn mehr deutsche Spieler international erfolgreich werden, kann der Boom weitergehen.“

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