In der Ruhe liegt die Kraft

Seit über einen Monat ist Fabian Öhler bereits in Tansania

Von Fabian Öhler Erstellt: 29. September 2015, 14:26 Uhr
In der Ruhe liegt die Kraft Foto: Öhler

Am 18. August trafen wir FSJler uns am Frankfurter Flughafen, um über Qatar nach Entebbe in Uganda zu fliegen. Dort wurden wir von einer ehemaligen Freiwilligen des Allgemeinen Sportclubs (ASC) Göttingen empfangen und fuhren dann Richtung Kampala, der Hauptstadt von Uganda. Hier verbrachten wir die ersten paar Tage zusammen mit den Freiwilligen, deren Projekte in Kampala sind.

Danach ging es mit dem Auto über die Grenze nach Tansania. Eigentlich war das Auto viel zu klein, aber trotzdem schafften wir es, alle sieben Personen und das ganze Gepäck unterzubringen. Die Landschaft und die Menschen, denen wir auf der Fahrt begegneten, machten die sieben Stunden nach Bukoba sehr kurzweilig. Bukoba ist eine Stadt mit 70.000 Einwohnern direkt am Viktoriasee. Hier bewohnen wir vier FSJler ein Haus und jeder hat ein eigenes Zimmer.

Nach einer Stadttour und dem Besuch eines Marktes stellte sich jedes Team von uns an seiner Schule vor. Zwei von uns unterstützen die Arbeit an einer Gehörlosenschule. Luzie und ich sind an einer Inklusionsschule. Dort helfen wir beim Unterricht in Sport, Mathematik, Englisch und der Einführung im Umgang mit Computern (hier gibt es das Problem, dass hin und wieder der Strom ausfällt und wir dann improvisieren müssen). Nachmittags betreuen wir die Kinder mit Sport und Spielen. Mein erster Gedanke war, wie ich jemals alle Namen der Kinder lernen würde. Faszinierend war für mich, wie die Kinder miteinander harmonieren. Egal ob im Rollstuhl, blind oder Albino – die Kinder helfen sich gegenseitig dabei, ihre Defizite auszugleichen! So ist es zum Beispiel kein Problem, Fußball mit ihnen zu spielen, was alle sehr gerne machen! Das beeindruckt uns „Mzungus“ (wie die Einheimischen uns weiße Menschen nennen) ungemein.

Die Menschen genießen hier einfach ihr Leben ohne Hektik und Stress. Hier geht alles etwas langsamer („pole pole“) – aber genau das ergibt den afrikanischen Flair, der mir besonders gefällt! Das kann man auch auf dem Markt feststellen, wo wir uns häufig verköstigen und dem Treiben zuschauen.

Um an unsere Schulen zu kommen, stehen uns zwei Motorräder zur Verfügung. Allerdings ist nicht nur der Linksverkehr gewöhnungsbedürftig, sondern auch das Verhalten der Verkehrsteilnehmer.

Nun sind Ferien und wir bekommen einen Sprachkurs in Swahili. Außerdem haben wir vor, ein paar Tage in die Hauptstadt von Tansania, nach Daressalam zu fliegen.

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