Großer Andrang auf die dritte Ausgabe

Der diesjährige Mühlacker Triathlon steuert auf einen Teilnehmerrekord zu – Veranstalter lobt Stadt und Vereine für die Unterstützung

Von Silas Schüller Erstellt: 29. März 2019, 00:50 Uhr
Großer Andrang auf die dritte Ausgabe Annette Gasper und Yannic Renth von eventpower haben in diesem Jahr einen Sportlerrucksack für die Teilnehmer des Triathlons im Gepäck. Foto: Schüller

Der Sportveranstalter eventpower steckt mitten in den Vorbereitungen für den dritten Mühlacker Triathlon am 21. Juli. Dabei setzt Geschäftsführerin Annette Gasper auf bewährte Abläufe aus dem vergangenen Jahr und hofft auf einen neuen Teilnehmerrekord.

Mühlacker. Wenn es nach den aktuellen Anmeldezahlen für die drei Distanzen Olympisch, Sprint und Jedermann geht, wird der dritte Volksbank Triathlon Mühlacker powered by Stadtwerke Mühlacker weitaus mehr Sportler in die Senderstadt locken als im vergangenen Jahr.

Damals nahmen rund 500 Ausdauer-Spezialisten an der Großveranstaltung teil und boten tausenden Zuschauern eine große Show. Heuer planen die Organisatoren Annette Gasper und Yannic Renth ohne die Starter der 2. Bundesliga – und peilen die 700-Marke an. Derweil stehen die Chancen, diese Zahl zu erreichen, gar nicht schlecht: Verglichen mit den Registrierungen vor einem Jahr konnte eventpower in allen drei Kategorien deutliche Steigerungen von bis zu 60 Prozent feststellen. Laut Gasper seien diese Zahlen zwar nur ein kleiner Fingerzeig, wo man am Ende landen werde, doch die Tatsache, dass die Veranstaltung in der Region an Bedeutung gewinnt, könne man nicht von der Hand weisen. „Der Triathlon wird in der Szene Jahr für Jahr bekannter, sodass es inzwischen etliche Sportler gib, die eine weite Anreise auf sich nehmen, um hier zu starten“, berichtet die Geschäftsführerin nicht ohne Stolz.

Gemeinhin sei das Rennen in Mühlacker wegen seiner anstrengenden Radstrecke – pro 10-Kilometer-Runde fallen 150 Höhenmeter an – als eher hart charakterisiert, was der Popularität jedoch nicht schade. „Manche mögen ein bergiges Profil wie hier, andere bevorzugen flache Strecken wie beim Summertime Triathlon in Karlsdorf-Neuthard“, stellt Gasper fest, die neben diesen beiden Veranstaltungen auch noch für den Frankfurt City Triathlon verantwortlich zeichnet.

Was Mühlacker gegenüber den anderen Rennen besonders mache, sei die große Hilfsbereitschaft der hiesigen Ämter und Vereine, die alles für einen reibungslosen Ablauf in Bewegung setzen würden. Wäre da nicht diese schwäbische Eigenheit, eher gemächlich als offen zu kommunizieren, wüsste das eventpower-Team wohl gar nicht, was noch besser laufen könnte. „Das sind wir als Hessen so nicht gewohnt, allerdings haben unsere Partner bisher stets einen tollen Job gemacht und uns des Öfteren positiv überrascht“, lobt Annette Gasper die involvierten Vereine. Auch mit den Hauptsponsoren Volksbank Pforzheim und Stadtwerke Mühlacker sei man hochzufrieden, was ebenso für die Stadtverwaltung gelte. Das Ansinnen, die Radstrecke über einen Rundkurs Dürrmenz-Lomersheim-Pinache zu leiten, habe Joachim Woesner von der städtischen Verkehrsbehörde wegen anstehenden Baumaßnahmen und einer im Notfall einzuhaltenden Autobahnumleitung zwar nicht positiv beantworten können, doch damit habe man bereits im Vorfeld rechnen müssen. „Für dieses Jahr bleiben wir bei der gewohnten Strecke, danach schauen wir mal, was wir in den kommenden Jahren an der Route ändern können“, gibt sich Renth gelassen.

Deutlich leichter ließ sich indes der „Betriebssport-Cup“ realisieren, der Unternehmen in der Region motivieren soll, als Mannschaft an dem Triathlon teilzunehmen. Hierfür müssten sich mindestens zwei Personen eines Betriebes zusammenschließen, wodurch es selbst für kleinere Firmen nicht unmöglich sei, ein Team zu stellen. Ebenfalls neu ist das Angebot „Olympisch hoch Drei“, das die Rennen in Mühlacker, Bruchsal und Frankfurt umfasst. „Diese Idee spricht ambitionierte Athleten an , die innerhalb von vier Wochen drei Triathlons über die Olympische Distanz schaffen und nebenbei Geld sparen möchten“, erklärt Gasper.

Für den blauen Sportlerrucksack, den das eventpower-Duo beim Redaktionsbesuch mitgebracht hat, müssen die Sportler an der Enz natürlich nicht über die längste Distanz gehen. „Nachdem wir 2018 ein T-Shirt an alle Teilnehmer verteilt haben, wollten wir diesmal etwas anderes machen“, betont die Veranstalterin. Im offenen Verkauf mit einem Preisschild von 80 Euro versehen, dürfen die Athleten den Rucksack nebst Radflasche aus Maisfasern für den weiteren Gebrauch kostenlos mit nach Hause nehmen. Dass es dann wieder so schüttet wie im vergangenen Jahr, als die Übertragung der Ergebnisse wegen des Wolkenbruchs für einige Minuten stockte, möchten die Organisatoren nicht hoffen. Eins steht zumindest fest: Die Darmstädter Sportveranstalter kann so schnell nichts mehr überraschen.

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