„Wir haben die Lage im Blick“

Von fragen Maik Disselhoff Erstellt: 7. August 2019, 00:00 Uhr
„Wir haben die Lage im Blick“ Inga Gallob ist stellvertretende Leiterin des Umwelt- und Tiefbauamts Mühlacker

Inga Gallob
Die Verwaltungsmitarbeiterin sagt, dass die Robinien an der Lomersheimer Turmstraße standsicher sind.

Ein Lomersheimer, der an der Turmstraße lebt, macht sich Sorgen um die Standfestigkeit einiger Robinien, die auf einem städtischen Grundstück in Hanglage hinter seinem Haus wachsen. Wie bewertet Sie die Situation?

Ich verstehe, dass sich der Anwohner, Sorgen macht, objektiv begründet sind diese jedoch nicht. Im Mai hat eine Fachfirma ein Drittel der Kronenmasse der Bäume entfernt und uns versichert, dass die Robinien standfest sind. Wir behalten die Bäume trotzdem im Auge. Derzeit läuft die Ausschreibung für die Kartierung aller Bäume für ein Baumkataster. Im Zuge der Kartierung werden alle Bäume auf Zustand, Gesundheit etc. kontrolliert – auch die fünf Robinien an der Turmstraße. Das soll im Herbst passieren.

Der Anlieger will, dass die Bäume deutlich gekürzt werden. Wäre das nicht eine einfache Lösung?

Nein, die Robinien hätten dann eine große Schnittwunde und würden dadurch sehr pilzanfällig. In Sachen langfristiger Gesunderhaltung der Bäume wäre dies kontraproduktiv.

Die Robinien zu entfernen ist keine Option?

Warum sollten wir gesunde Bäume entfernen? Gerade vor dem Hintergrund der Diskussion um ein gutes Kleinklima in unserer Stadt wäre dies schwer vermittelbar. Zudem tragen die Bäume zur Sicherheit am Hanggrundstück bei. Würden die Robinien verschwinden, bestünde bei Starkregen eher die Gefahr von Erosion. Ich verstehe die Sorgen des Anwohners und kann nur sagen, dass wir die Situation an der Turmstraße im Blick haben. Wir müssen aufpassen, dass wir beim Thema Verkehrssicherung mit dem richtigen Maßstab hantieren. Bei einem Orkan kann alles passieren, das kann kein Maßstab für uns sein.

Derzeit macht der schlechte Zustand des Waldes Schlagzeilen. Ist auch das städtische Grün von größeren Trockenschäden betroffen?

Ja, das stellen wir bei unseren regelmäßigen Baumkontrollen durchaus fest. Mit dem Baumkataster, dass wir demnächst erstellen wollen, können wir die Bäume übrigens noch besser als bisher beobachten – etwa Trockenschäden und natürlich auch die Standsicherheit.

Insgesamt gibt es 6000 Bäume, die in Mühlacker auf städtischen Grundstücken wachsen. 4000 von ihnen sollen in einem ersten Schritt im Kataster erfasst werden. Die restlichen Bäume sollen im Folgejahr aufgenommen werden.

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