„Sie ist sehr zugänglich“

Von fragen Joy Garcia Oliver Erstellt: 30. Juli 2019, 00:00 Uhr
„Sie ist sehr zugänglich“ Johannes Bächle ist Vorsitzender der Jungen Union Mühlacker und Stadtrat der CDU

Johannes Bächle
Bereits Ende April bei einem Auftritt in Mühlacker war Kultusministerin
Dr. Susanne Eisenmann als mögliche Spitzenkandidatin der CDU für die Landtagswahl 2021 gehandelt worden. Jetzt gibt es die Bestätigung.

Welchen Eindruck haben Sie bei der persönlichen Begegnung mit Susanne Eisenmann Ende April in der Kelter in Mühlacker gewonnen? Ist sie die richtige „Frontfrau“?

Ich habe einen sehr positiven Eindruck von Frau Eisenmann bekommen. Sie ist ein sehr zugänglicher Mensch und kommt mit ihren Aussagen und ihrer Art gut bei der Wählerschaft an. Was ich gut finde, ist, dass sie Fehler offen zugibt und mit Kritik umgehen kann.

Es ist eine Gratwanderung zwischen dem Wahlkampf und der Durchsetzung von eigenen Entscheidungen. Wenn man selbst in regierungspolitischer Verantwortung steht, ist das nicht leicht. Da ist Fingerspitzengefühl gefragt, und das traue ich ihr zu. Sie ist ja kein Neuling in der Politik.

Hat sich die CDU nicht zu früh festgelegt?

Ich war auch etwas überrascht. Ob es die richtige Entscheidung war, wird sich zeigen. Thomas Strobl hat seine Schlüsse aus dem schlechten Europawahlergebnis gezogen und der Union so einen Machtkampf erspart. Damit hat er auch die Frage des Spitzenkandidaten aufgeworfen. Das ist nun geklärt, und die CDU kann geeint in den Wahlkampf starten.

In der Bildungspolitik verfolgt die Ministerin eher konservative Ansätze mit einem Faible für das Modell mit Hauptschule. Wie denken Sie, als junges Parteimitglied, darüber?

Ich selbst habe ein Problem mit dem Wandel unseres Schulsystems hin zu einem zweigliedrigen System, daher kann ich Frau Eisenmann hier beipflichten. Für mich war die Abschaffung der Grundschulempfehlung der Anfang vom Ende, und das Sterben der Hauptschulen nur der logische Schluss. Die daraus resultierenden Probleme müssen jetzt auch die Realschulen tragen, deren Konzept dafür gar nicht gedacht ist.

Wird Eisenmann eine breite Wählerschaft erreichen oder doch ein Stück weit polarisieren?

Ich glaube schon, dass Frau Eisenmann viele Wähler erreichen kann. Ob sie den konservativen Wähler vom rechten Rand zurückholen kann, wird sich zeigen. Aber ich bin da guter Dinge.

Sie ist kein Mensch, der Drumherum redet, und damit trifft sie genau den Nerv. Das kann natürlich auch dazu führen, dass man polarisiert. Aber es hat alles seine Vor- und Nachteile.

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