„Schulen sind Pflichtaufgabe“

Von fragen Thomas Eier Erstellt: 25. November 2019, 00:00 Uhr
„Schulen sind Pflichtaufgabe“ Muss mit dem Gemeinderat einige Themen angehen: Mühlackers OB Frank Schneider

Frank Schneider
Gewerbestandort, Modernisierung der Lindach-Schulen, Bau einer neuen Stadthalle und Wiederbelebung des Ziegeleigeländes: Mühlackers Oberbürgermeister äußert sich zu den weiteren Weichenstellungen.

Der Gewerbeverein hat dieser Tage eine rasche Entscheidung für ein neues Gewerbegebiet angemahnt. Wie geht es in dieser Frage weiter?

Genau dieses Thema steht am Dienstag auf der Tagesordnung des Gemeinderates. Ich teile die Meinung des Gewerbevereins: Der Bedarf für Industrie- und Gewebeflächen ist in Mühlacker zweifellos vorhanden. Ich sehe mittelfristig sogar die Gefahr, dass ansässige Betriebe abwandern könnten wegen fehlender Entwicklungsmöglichkeiten.

Ein weiteres wichtiges Thema für den Einzelhandel in der Innenstadt ist laut GHV der Neuanfang am Kelterplatz. Gibt es – auch angesichts der Kostenschätzung für eine Modernisierung des Schulstandorts Lindach – überhaupt eine Chance, in absehbarer Zeit eine neue Stadthalle zu bauen?

Angesichts der Dimensionen der anstehenden Investitionen in das Lindach-Schulzentrum rückt der Bau einer Stadthalle automatisch in die zweite Reihe, denn Schulen zählen zu unseren Pflichtaufgaben, die wir kraft Gesetzes erfüllen müssen. Wann das Projekt einer Stadthalle angegangen werden kann, werden die Finanzen mit der mittelfristigen Finanzplanung zeigen. Diese wiederum wird auch geprägt sein davon, welche Lösungen und Zeitpläne wir mit dem Gemeinderat finden werden, voraussichtlich in einer Klausurtagung im März. Auch dieser Vorschlag steht am Dienstag auf der Tagesordnung.

Wie sieht, wenn wir das Großprojekt der Wiederbelegung des Ziegelei-Geländes mit einbeziehen, Ihr persönlicher Zeitplan aus?

Auch dieser Zeitplan ist von der mittelfristigen Finanzplanung abhängig. Außerdem hängen viele Projekte miteinander zusammen. So sind wir beispielsweise von den Grundstückserlösen abhängig, die wir aus dem Ziegeleiareal erwarten. Derzeit geht es um die Gestaltung von Kaufverträgen und Vorverträgen und den genauen Grundstücksbedarf der Firmen. Was den Zeitplan der Wohnbebauung betrifft, ermittelt die Hofkammer des Hauses Württemberg gerade die Grundlagen der Erschließung. Parallel dazu werden wir den städtebaulichen Entwurf für das Gelände erarbeiten.

Am Mittwoch startet in der Stadtmitte der Weihnachtsmarkt. Wie groß ist die Vorfreude, und wie besinnlich ist Ihnen vor dem Hintergrund der vielen Herausforderungen zumute?

Ich freue mich darauf; vor allem auch, weil der Markt wieder auf dem Kelterplatz stattfindet. Somit rückt die weihnachtliche Stimmung auch räumlich wieder näher an mich heran.

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