„Reaktionen sind verheerend“

Von fragen Thomas Eier Erstellt: 13. Juni 2019, 00:00 Uhr
„Reaktionen sind verheerend“ Der Enzkreis-[[br]]Abgeordnete[[br]]Professor Dr. Erik Schweickert (FDP) kritisiert die[[br]]Folgen des[[br]]neuen Fahrplans

Professor Dr. Erik Schweickert
Nach dem Holperstart mit neuen Betreibern im Bahnverkehr fordert der Nieferner Landtagsabgeordnete Nachbesserungen im Fahrplan für Enzberg, Niefern und Eutingen.

Welche Reaktionen haben Sie nach dem Betreiberwechsel im Zugverkehr bislang erlebt?

Die Reaktionen sind verheerend und lassen sich in vier Bereiche einteilen: zum einen die teilweise chaotischen Zustände direkt nach der Fahrplanumstellung, zum andern, dass man sich die besseren Verbindungen an den IRE-Halten durch eine Verschlechterung aller anderen Haltepunkte im Enzkreis erkauft hat, zum Dritten die nun fehlenden direkten Verbindungen zwischen den östlichen und westlichen Enzkreis-Gemeinden und viertens die Verschlechterungen auf dem Verbindungsstrang
Illingen/Mühlacker/Bretten/Bruchsal.

Sie haben kritisiert, Enzberg, Niefern und Eutingen seien mangels direkter Verbindungen in Richtung Karlsruhe ein Stück weit abgehängt. War das nicht schon lange im Vorfeld absehbar? Konnte man nicht gegensteuern?

Seit meiner Wahl in den Landtag von Baden-Württemberg im Jahr 2016 kämpfe ich für eine Verbesserung der Qualität auf der Residenzbahn im Enzkreis. Dabei habe ich auch schon frühzeitig auf dieses nun existente Problem hingewiesen und mich eingesetzt, beispielsweise indem ich einer weiterer Zementierung der Teilung des Enzkreises mit getrennten Bahnsteighöhen entgegengetreten bin oder Bürgerinformationen durchgeführt habe. Leider ist dieses Szenario aber der bewusste politische Wille der Grün-geführten Landesregierung, die die beiden Lose für den Enzkreis getrennt ausgeschrieben hat.

Es gibt Signale aus dem Ministerium, wonach ab Pforzheim ein früher Intercity ab 6.22 Uhr nach Karlsruhe – wie vom Verkehrsclub Deutschland vorgeschlagen – auch für Pendler mit Nahverkehrsticket freigegeben werden könnte. Wäre das eine echte Verbesserung?

Dies kann nur ein erster Schritt zu einer weiteren Qualitätsoffensive für die gesamte Residenzbahn sein. Ausreichend ist das noch lange nicht. Hier müssen weitere Schritte folgen, die durchgängige Zugverbindungen im Regionalverkehr über Pforzheim hinaus ermöglichen.

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