„Schüler dürfen nicht überall putzen“

Von Lukas Huber Erstellt: 13. März 2013, 00:00 Uhr
„Schüler dürfen nicht überall putzen“ Dorothea Brandauer von der Rats- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Mühlacker organisiert bereits seit acht Jahren die Stadt- und Markungsputzete in Mühlacker

Dorothea Brandauer

Am Freitag und Samstag, 16. und 17. März, findet in Mühlacker die jährliche Stadt- und Markungsputzete statt. Schulen und Vereine engagieren sich für eine saubere Stadt.

Was ist der Grundgedanke der Aktion?

Es geht nicht nur um eine saubere Stadt und Landschaft, sondern auch um den erzieherischen Effekt. Die Putzete schärft das Bewusstsein dafür, welche Mühe es macht, Verschmutzungen zu beseitigen. Das gemeinsame Erfolgserlebnis motiviert anschließend dazu, die eigene Umgebung sauber zu halten.

Welche Gebiete werden gesäubert?

Gesammelt wird auf dem gesamten Stadt- und Gemarkungsgebiet entlang der Straßen, auf öffentlichen Plätzen und am Flusslauf der Enz. Vereine putzen meist rund um ihr Vereinsheim.

Wie viele Schulen und Vereine beteiligen sich?

Da haben wir fast immer den gleichen Stamm von 20 bis 25 Vereinen sowie ungefähr 15 Schulen aus allen Stadtteilen. Es gab auch Jahre, in denen sogar Gemeinderatsfraktionen mitgemacht haben. Insgesamt beteiligen sich zwischen 1200 und 1400 Helfer.

Sind Sie mit den Teilnehmerzahlen zufrieden?

Prinzipiell ja. Ein großes Problem ist allerdings, dass Schüler aus versicherungsrechtlichen Gründen nicht an Bereichen wie dem Enzufer oder an Hauptstraßen sammeln dürfen, die jeweils Schwerpunkte der Aktion sind. Dort würden wir uns etwas mehr Beteiligung wünschen.

Können sich auch Privatleute beteiligen?

Theoretisch kann jeder mitmachen. Man muss sich allerdings rechtzeitig anmelden, damit wir die Sammelgruppen sinnvoll einteilen können.

Wie lange gibt es die Putzete?

Die Aktion gibt es schon seit über 20 Jahren. Sie findet alljährlich im Frühjahr vor dem Start der Vegetationsperiode statt. Anfangs beschränkte es sich noch auf eine Enztalputzete, die wir vor einigen Jahren auf das ganze Stadt- und Gemarkungsgebiet ausgeweitet haben.

Weiterlesen
„Geht nur über den Geldbeutel“

„Geht nur über den Geldbeutel“

Ulrich SaurDie Idee der Landesregierung, parken an unübersichtlichen Stellen härter zu ahnden, könnte auch im Kampf gegen gefährliche Elterntaxis helfen Die Landesregierung will Verkehrsteilnehmer, die an unübersichtlichen Stellen parken, härter… »