„Kunstnacht wird verlegt“

Von fragen Ulrike Stahlfeld Erstellt: 27. Dezember 2018, 00:00 Uhr
„Kunstnacht wird verlegt“ Paul Revellio von der Künstlergruppe Mühlacker

Paul Revellio
Die Mitglieder der Künstlergruppe Mühlacker lassen sich für ihre Jahresausstellung im Herbst 2019 von den Exponaten im Heimatmuseum inspirieren. Die Kunstnacht allerdings fällt im kommenden Jahr aus.

Herr Revellio, Sie haben bis kurz vor Weihnachten Ihre Arbeiten im Foyer des Mühlacker Rathauses gezeigt. Wie ist Ihr Resümee?

Das Rathaus-Foyer ist ein super Ausstellungsort, es gibt schöne Stellwände und viel Platz. Es waren viele Besucher da, die Ausstellung war für mich ein Glück, zumal ich für Martin E. Kautter eingesprungen bin. Normalerweise gibt es jahrelange Wartezeiten.

Warum sind Sie für den Fotografen Martin E. Kautter eingesprungen?

Er musste umziehen und hat sich für Görlitz entschieden. Es ist eine schöne Stadt mit günstigem Wohnraum, und es gibt dort eine Kunstszene.

Damit hat die Künstlergruppe Mühlacker weit mehr als „nur“ einen Künstler verloren, oder?

Ja, er hat die Jahresausstellung, die ja ein wichtiger Bestandteil der Kunstnacht ist, federführend organisiert. Martin E. Kautter war bereits bei „Gute Blume – Böse Blume“ im Jahr der Mühlacker Gartenschau unser Kurator.

Dennoch soll auch 2019 eine Jahresausstellung stattfinden. Welche Pläne gibt es?

Die Jahresausstellung war schon 2018 in der Kelter und soll dort auch 2019 wieder stattfinden. Ich dachte mir, wenn wir schon im Heimatmuseum sind, dann könnte man das auch thematisieren. Ich habe schon 1999 an einer ähnlichen Ausstellung des Kunstvereins Villingen-Schwenningen unter dem Titel „Vergangenheit ist heute“ teilgenommen. Der Grundgedanke ist, dass sich der Künstler von den historischen Exponaten inspirieren lässt. Ich zum Beispiel habe damals ein altes Gemälde in meinem Stil neu gemalt.

Wie soll das Vorhaben konkret aussehen?

Wir haben die Unterstützung von Museumsleiterin Adelheid Teschner, und so stelle ich mir vor, dass die Mühlacker Künstler in das Heimatmuseum gehen, sich Objekte suchen und auf deren Basis dann ihre eigene Version entwickeln. Da gibt es ganz viele Anknüpfungspunkte.

Die Kunstfreunde sind gespannt. Doch auf die Kunstnacht müssen sie verzichten. Warum?

Weil der bisherige Termin so unmittelbar nach den Sommerferien unter anderem aus organisatorischen Gründen schlecht ist, wird die Kunstnacht verlegt. Die nächste Veranstaltung ist fürs Frühjahr 2020 geplant. Geplant sind unter anderem eigene Vernissagen für die Künstler.

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