„Kinder sehen die Welt anders“

Von fragen Thomas Eier Erstellt: 3. Januar 2017, 00:00 Uhr
„Kinder sehen die Welt anders“ Michael Gutekunst aus Mühlacker ist Vorsitzender des[[br]]Jugendrings[[br]]Enzkreis

Michael Gutekunst
Über 600 junge Detektive haben für den Kinder-Enzkreis-Führer Streifzüge durch ihre Heimat unternommen. Der Vorsitzende des Jugendrings Enzkreis, der hinter dem Projekt steht,
ist begeistert vom Engagement.

Wie ist das Projekt in Gang gekommen, und welche Gruppen in welchem Alter waren beteiligt?

Beteiligt waren ganz unterschiedliche Kindergruppen, wobei wir unsere Mitgliedsverbände um Mitwirkung baten und über unsere Homepage, Mundpropaganda und die Presse für eine Mitwirkung geworben hatten. Mitgemacht haben dann mehr als 600 Kinder im Alter von drei, vier Jahren bis hin zu 13, 14 Jahren, also schon an der Schwelle zum Jugendlichen. Es ist schade, dass von 28 Enzkreis-Kommunen sechs fehlen, aber nichtsdestotrotz war der Einsatz fantastisch.

Welcher Gedanke steht hinter dem Kinder-Führer?

Die Idee war, Kinder als Experten zu ihrer Sicht auf die Welt und ihren Bedürfnissen zu hören. Im Grunde ging es um ein Engagement für Kinderrechte, weil ansonsten häufig die Erwachsenen die Dinge aus ihrer Perspektive heraus bewerten, während Kinder die Welt anders sehen.

Die jungen Detektive waren motiviert?

Das Engagement war gigantisch, und zu sehen, mit welcher Leidenschaft und Zuverlässigkeit die Kinder sich eingebracht haben, war beeindruckend. Es ihnen riesigen Spaß gemacht und es war ihnen ein Anliegen, ihre Stadt, ihr Dorf oder ihr Viertel vorzustellen und zu zeigen: Das ist bei uns toll und besonders.

Die Kinder fühlen sich wohl in der Region?

Der Tenor geht eindeutig dahin, dass es für Kinder toll ist, hier zu leben. Wo es Kritik gibt, bezieht sie sich meist auf Details wie einen fehlenden Mülleimer oder Ähnliches.

Was die Kritikpunkte und Gefahrenstellen betrifft: Würden Sie sich wünschen, dass die Kommunen die Themen aufgreifen?

Das würde uns natürlich freuen, zumal es manchmal nur an Kleinigkeiten fehlt, die mit wenig Aufwand zu beheben oder zu verbessern sind. Bei der Vorstellung des Kinder-Führers in Niefern hat Bürgermeisterin Förster spontan zugesagt, die Themen anzugehen – und manches ist, meine ich, sogar schon erledigt.

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