„Guten Start ermöglichen“

Von fragen Ulrike Stahlfeld Erstellt: 31. August 2015, 00:00 Uhr
„Guten Start ermöglichen“ Klaus Kluge,[[br]]Arbeitskreis Asyl Illingen

Klaus Kluge
In Illingen laufen die Arbeiten zum Bau einer Unterkunft für Asylbewerber auf Hochtouren. Im Frühjahr 2016 sollen dort 64 Menschen eine Bleibe finden. Der Arbeitskreis (AK) Asyl will eine Willkommenskultur schaffen.

Wann wurde der Arbeitskreis Asyl Illingen gegründet? Wer gehört ihm an?

Der Arbeitskreis wurde am 6. Juli 2015 gegründet. Er wird strukturell von den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden und dem bürgerschaftlichen Engagement getragen. Dem Arbeitskreis gehören Dekan Claus Schmidt, Pfarrer Wolfgang Schlecht, Eva Armbruster, Christine Schopf, Anneliese Sawall und Oliver Böhmerle als Vertreter der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden in Illingen an. Weitere Mitglieder sind Laura König (Diakonie), Elena Schwegler (Miteinanderleben) und Marita Weihing (Gemeindeverwaltung), die uns hauptamtlich unterstützen, sowie ich selbst.

Was sind die Ziele des Arbeitskreises?

Wir wollen die hauptamtlichen Betreuungskräfte des Enzkreises und der Diakonie ehrenamtlich unterstützen und mit ihrer Hilfe ein ehrenamtliches Netzwerk knüpfen. Demnächst bereiten wir unser nächstes Treffen am 6. Oktober um 19.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus und die für 22. Oktober geplante Auftaktveranstaltung vor.

Wie die Vorfälle in den vergangenen Wochen zeigen, gibt es in Teilen der Bevölkerung Ängste. Was will man tun, damit die Illinger aufgeschlossen auf ihre neue Mitbürger reagieren?

Wir versuchen, den Bau und den Betrieb der Flüchtlingsunterkunft öffentlich zu begleiten und den Menschen dort einen guten Start zu ermöglichen. Wir wollen den Bürgerinnen und Bürgern in Illingen die Gelegenheit geben, sich zu solidarisieren. Der AK Asyl will sich auch positionieren gegen alle, die Ängste und Befürchtungen instrumentalisieren und für ausgrenzendes Gedankengut und gewalttätige Handlungen missbrauchen.

Wie können sich die Illinger Bürgerinnen und Bürger einbringen? Wie kann man helfen?

Wir wollen Mitbürgerinnen und Mitbürger motivieren, sich um diese Menschen zu kümmern und ihnen nahe zu sein. Es geht zu allererst darum, menschliche Begegnungen zu ermöglichen und dann ganz konkret zu helfen durch Begleitung im Alltag, Deutschunterricht und Hilfestellung bei der Versorgung von Kindern. Dies soll auch gelingen durch die Integration in die örtlichen Kirchengemeinden oder in Vereine und die Begegnung mit den „Einheimischen“.

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