„Gelassenheit und Zuversicht“

Von fragen Carolin Becker Erstellt: 30. Dezember 2019, 00:00 Uhr
„Gelassenheit und Zuversicht“ Jürgen Huber ist Dekan im evangelischen Kirchenbezirk Mühlacker

Jürgen Huber

Morgen, am letzten Tag des Jahres, werden wieder Silvesterraketen in den Himmel geschickt. Abseits des Trubels mag sich mancher fragen, was 2020 bringen wird.

Am Silvesterfeuerwerk scheiden sich die Geister. Wie halten Sie es persönlich am letzten Tag des Jahres?

Ich persönlich habe nur einige wenige Male, als die Kinder noch klein waren, Raketen und anderes Feuerwerk gekauft und gezündet.

Muss ein schlechtes Gewissen haben, wer Geld in Böller investiert?

Ich möchte da niemandem ein schlechtes Gewissen machen. Wem es Freude macht… Ich selber investiere mein Geld lieber in Dinge, die mir sinnvoll erscheinen. Ein schlechtes Gewissen sollten allerdings diejenigen haben, die Feuerwerk zünden und den dabei entstehenden Abfall einfach liegen lassen, damit andere ihn entsorgen. Das finde ich rücksichtslos.

Gibt es eine einheitliche Empfehlung der Landeskirche?

Nein. Aber der von „Brot für die Welt“ und der Diakonie unterstützte Aufruf „Brot statt Böller“ empfiehlt, einen Teil dessen, was man in Böller investiert, für Hilfsprojekte zu spenden. Würde jeder nur zehn Prozent dessen, was er für Böller ausgibt, spenden, käme in Deutschland ein zweistelliger Millionenbetrag zusammen.

Silvester und Neujahr bedeuten Ende und Aufbruch in einem. Warum gehen Sie zuversichtlich ins Jahr 2020?

Was im neuen Jahr kommen wird und was uns erwartet, weiß ich nicht. Aber als Christ vertraue ich darauf, dass Gott uns an jedem neuen Tag entgegenkommt, denn „die Zukunft ist sein Land“, wie es in einem meiner Lieblingslieder heißt. Das gibt mir Gelassenheit und Zuversicht, wenn ich an das neue Jahr denke.

Was wünschen Sie sich?

Das müsste ich jetzt ausdifferenzieren im Blick worauf. Im Blick auf mich selber drei „G“s: Geduld, Gelassenheit und Gottvertrauen.

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