„Fehlalarme kommen oft vor“

Von fragen Lukas Huber Erstellt: 5. Januar 2017, 00:00 Uhr
„Fehlalarme kommen oft vor“ Ralph Keipp, Feuerwehrkommandant in Mühlacker

Ralph Keipp

Am Dienstag hat eine Brandmeldeanlage in einer Firma an der Industriestraße die Mühlacker Feuerwehr auf den Plan gerufen. Doch der zwischen 600 und 1000 Euro teure Einsatz entpuppte sich vor Ort als Fehlalarm.

Wie häufig muss die Mühlacker Feuerwehr wegen Fehlalarmen in Unternehmen ausrücken?

Hier müssen grundsätzlich zwei Arten unterschieden werden. Die eine sind Falschauslösungen, auch Täuschungsalarme genannt, der Brandmeldeanlagen, die zum Beispiel auf Rauch und Wärme reagieren. In Firmen, in denen es sehr warm oder viel Staub in der Luft ist, kann das Gerät fälschlicherweise Rauch oder Hitze detektieren. So kommt es zur Auslösung. Das kommt oft vor. Die zweite Art ist ein technischer Defekt der Brandmeldeanlage wie etwa ein Wackelkontakt. Das gibt es selten.

Warum kommt es zur Falschauslösung?

Die Geräte werden in der Regel an die Gegebenheiten der Produktion angepasst. Werden neue Maschinen mit stärkerer Hitzeentwicklung eingesetzt, kann es zur Falschauslösung kommen. Bei modernen Anlagen lässt sich die Ursache recht schnell ermitteln, so dass der Apparat angepasst werden kann.

Was war am Dienstag die Ursache für die Auslösung der Brandmeldeanlage ?

Das konnten wir bislang nicht genau feststellen. Es kann sich sowohl um einen technischen Defekt als auch um eine Falschauslösung gehandelt haben.

Wer muss für den Einsatz, der laut Stadtverwaltung 600 bis 1000 Euro kostet, bezahlen?

Das kommt auf die Ursache an. Bei einer Falschauslösung, beispielsweise durch Nichtwartung, muss die Firma dafür aufkommen. Handelt es sich um einen technischen Defekt, muss in der Regel der Betreiber der Anlage zahlen.

Kommt es zu einem Fehlalarm in einem Privathaushalt, wer bezahlt dies?

Zunächst muss man sagen, dass private Rauchmelder im Gegensatz zu denen in Unternehmen keinen Alarm an die Leitstelle abgeben. Hier wird die Feuerwehr nur alarmiert, wenn jemand den Melder hört und die 112 wählt. Für Kosten für den Einsatz an sich müssen Privatleute nicht aufkommen. Allerdings kann es vorkommen, dass die Einsatzkräfte sich Zugang zum Haus verschaffen und es so zu Schäden kommt. Für die müssen Eigentümer selbst aufkommen.

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