„Es ist schon besser geworden“

Von fragen Lukas Huber Erstellt: 11. Dezember 2019, 00:00 Uhr
„Es ist schon besser geworden“ Matthias Lieb, Landesvorsitzender des VCD.

Matthias Lieb

Am kommenden Sonntag tritt ein neuer Fahrplan auf der Schiene in Kraft. Dieser soll auch auf der Bahnstrecke zwischen Stuttgart und Karlsruhe Verbesserungen bringen.

Was sind die Verbesserungen auf dem Abschnitt zwischen Stuttgart und Karlsruhe?

Es wird drei Verbesserungen geben: Der Zug, der um 7 Uhr von Mühlacker nach Heidelberg fährt, startet in Bietigheim, was etwa den Illingern zugute kommt. Wer nach Pforzheim will, muss aber in Mühlacker umsteigen. Dann gibt es um 23.45 Uhr eine neue Verbindung von Pforzheim nach Bietigheim und eine gegen Mitternacht von Bietigheim nach Pforzheim.

Nach wie vor ist zu lesen, dass Züge, die die Betreiber Abellio und Go-Ahead bestellt haben, nicht geliefert werden. Kann der neue Fahrplan eingehalten werden?

Prinzipiell kann der Fahrplan eingehalten werden. Go-Ahead hat auf unserer Strecke inzwischen die Fahrzeuge geliefert bekommen, Abellio nur teilweise. Deshalb muss sich das Unternehmen nach wie vor Züge ausleihen.

Seit dem Betreiberwechsel an Pfingsten hat es regelmäßig Beschwerden wegen ausgefallener oder verspäteter Züge auf der Strecke zwischen Stuttgart und Karlsruhe gegeben. Hat sich die Situation inzwischen etwas verbessert?

Ja, es ist schon besser geworden. Die Ausfälle, insbesondere bei Go-Ahead, sind weniger geworden. Aber besser und gut sind zwei Paar Stiefel. Es gibt nach wie vor ärgerliche Störungen, die zu Verspätungen führen – beispielsweise funktioniert in Mühlacker der Kuppelvorgang der Abellio-Züge aus Pforzheim und Bruchsal, die als Einheit nach Stuttgart fahren, noch nicht richtig.

Ab Ostern soll die Schnellbahnstrecke von Stuttgart nach Mannheim saniert werden. Welche Auswirkungen hat das auf die Zugfahrgäste aus Mühlacker und der Region?

Ein Intercity wird in der Zeit nicht mehr in Mühlacker und Vaihingen, aber weiterhin in Pforzheim halten. Außerdem entfallen teils Bahnen zwischen Bietigheim und Pforzheim, die durch Busse ersetzt werden müssen.

Angesichts der vielen Unannehmlichkeiten im Bahnverkehr – können Sie es nachvollziehen, wenn Pendler dem Zug nicht mehr vertrauen und lieber auf das Auto zurückgreifen?

Im Einzelfall ist das nachvollziehbar, denn aktuell ist die Situation im Zugverkehr schwierig. Daran müssen die Beteiligten weiter arbeiten. Im Straßenverkehr steht man aber auch im Stau.

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