„Einen kleinen Beitrag leisten“

Von fragen Carolin Becker Erstellt: 30. November 2015, 00:00 Uhr
„Einen kleinen Beitrag leisten“ Vera Müller von der Mobilen

Vera Müller

Am 11. Dezember backen Schüler im Jugendtreff Enzberg Weihnachtsplätzchen für Flüchtlingskinder.

Sie führen am 11. Dezember eine außergewöhnliche Aktion durch. Wer ist mit von der Partie?

Vier Schülerinnen der Ulrich-von-Dürrmenz-Schule im Alter von 13 und 14 Jahren und ich werden gemeinsam viele verschiedene Plätzchen backen.

Wie kam das Projekt zustande?

Eigentlich ist es ein Projekt im Projekt. Unsere neue Kollegin Rabea Braun und ich sind im Oktober an der Schiller- und UvD-Schule gewesen und haben uns und die Arbeit der Mobilen Jugendarbeit in Mühlacker vorgestellt. Uns ist wichtig, dass wir bei nahezu allen Jugendlichen bekannt sind und sie wissen, dass es die Mobile Jugendarbeit in Mühlacker gibt und was unsere Aufgaben sind. Wir sprachen auch über Projekte, denn wir sind jederzeit bereit, wenn Jugendliche mit einer Projektidee zu uns kommen, ihnen unterstützend zur Seite zu stehen. Sie haben die Idee, und wir schauen dann gemeinsam, wie wir sie umsetzen können.

Und im konkreten Fall?

Einige Mädchen kamen zu den bekannten Sprechzeiten zu mir und erzählten mir von ihrer Idee. Eigentlich wollten sie schon Mitte des Jahres Muffins für Flüchtlingskinder backen. Doch sie wussten nicht, wie sie es umsetzen sollten. Und da es nun auf die Weihnachtszeit zugeht, wurden aus Muffins dann eben Weihnachtsplätzchen. Den Mädchen ist bewusst, dass es den Flüchtlingskindern nicht gut geht und dass sie ein Recht darauf haben, glücklich zu sein. Sie wollen einen kleinen Beitrag dazu leisten, und wir unterstützen sie gerne dabei.

Wann sollen die Plätzchen verteilt werden?

Wir werden die Plätzchen am 18. Dezember in den Unterkünften verteilen.

Das Thema Flüchtlinge ist allgegenwärtig. Wie offen sind die Jugendlichen, mit denen Sie arbeiten, den Neuankömmlingen gegenüber eingestellt?

Wir erleben die Jugendlichen sehr offen und vor allem auch interessiert. Sie sind hilfsbereit und wollen Gutes tun. Sie sehen die Ungerechtigkeit, die nur schwer auszuhalten ist.

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