„Die Prüfung dauerte länger“

Von fragen Lukas Huber Erstellt: 10. Dezember 2019, 00:00 Uhr
„Die Prüfung dauerte länger“ Rolf Aichelberger ist bei den Stadtwerken Mühlacker für den Stadtbus verantwortlich.

Rolf Aichelberger

Seit Montag gibt es in Mühlacker kein Sammeltaxi mehr, das Menschen am Abend und an Sonntagen in die Stadtteile bringt. Ein Ersatz ist erst Anfang des kommenden Jahres geplant.

Warum wurde das Angebot der Anruf-Sammeltaxis (AST) in die Stadtteile eingestellt?

Die Genehmigung für den bisherigen Anrufsammeltaxiverkehr ist zum
7. Dezember abgelaufen.

2020 soll ein neuer Sammelverkehr Mühlacker (SVM) das AST ersetzen. Was ist dann anders?

Es wird einen flexibleren, nachfrageorientierten Verkehr ohne feste Linienbindung geben. Fahrgäste melden sich wie bisher mindestens eine halbe Stunde vorher an. Dabei wird ihnen ein Abholzeitpunkt und -ort in der Nähe genannt. Dies wird eine Bushaltestelle sein. Die Fahrt wird mit anderen Anmeldungen kombiniert, die Fahrgäste werden also „gesammelt“ befördert.

Wo und zu welchen Zeiten gibt es den Sammelverkehr?

Er bedient täglich nach Betriebsende des Busverkehrs die Kernstadt mit Dürrmenz sowie Lomersheim, Großglattbach und Mühlhausen. Zudem wird es zusätzliche Fahrten des Stadtbusses am Samstagnachmittag und am Sonntag geben.

Der Verkehrsclub Deutschland ist „verwundert“, dass das AST eingestellt wurde, obwohl das neue System erst im Lauf des ersten Quartals eingeführt werden soll …

Eine Verlängerung der Genehmigung war nicht möglich, und ohne sie darf kein Verkehr durchgeführt werden. Bei der Neukonzeption des Sammelverkehrs mussten komplexe rechtliche Rahmenbedingungen und Genehmigungsverfahren berücksichtigt werden. Diese Prüfung unter Einbeziehung des Regierungspräsidiums, des Landratsamts Enzkreis und des Verkehrsministeriums dauerte länger als vorgesehen, so dass leider keine nahtlose Inbetriebnahme des neuen Systems möglich war.

Der Sammelverkehr Mühlacker wird nun bei der Genehmigungsbehörde vorgelegt. Der Betrieb wird aufgenommen, wenn die Genehmigung vorliegt.

Nach Lienzingen fahren Busse, nach Enzberg Bahnen – und das täglich und bis spät in den Abend hinein. Wie kommen die Bürger derzeit abends und an Sonntagen in die Stadtteile Lomersheim, Großglattbach und Mühlhausen?

Wir bedauern sehr, dass es keinen nahtlosen Übergang vom AST zum neuen SVM gab. Für die Übergangszeit müssen Bürger aus den betroffenen Ortsteilen auf das Taxi zurückgreifen oder Fahrgemeinschaften bilden.

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