„Die Diskussion geht weiter“

Von fragen Thomas Eier Erstellt: 16. Mai 2018, 00:00 Uhr
„Die Diskussion geht weiter“ Bürgermeister Harald Eiberger ordnet das Signal des Illinger Gemeinderats zum Thema interkommunales Gewerbegebiet mit Mühlacker ein

Harald Eiberger
Mit acht zu acht Stimmen hat der
Illinger Gemeinderat in der vergangenen Woche weitere Gespräche mit der Stadt Mühlacker über ein interkommunales Gewerbegebiet abgelehnt.

Wie bewerten Sie das denkbar knappe Abstimmungsergebnis, als es um weitere „ergebnisoffene“ Gespräche mit Mühlacker ging?

Ich war überrascht, weil der Ansatz der Diskussion aus Sicht der Verwaltung eigentlich ein anderer war. Bevor man weiß, ob man tiefer in ein Verfahren einsteigen soll, sollte man wissen, was man will, und das gilt im Übrigen nicht nur für ein mögliches interkommunales Gewerbegebiet, sondern auch, wenn es um mögliche Gewerbeflächen auf eigener Gemarkung geht.

Warum tut sich der Gemeinderat, wenn es um eine gemeinsame Entwicklung von Gewerbeflächen geht, so schwer?

Es hat ja immerhin ein Patt gegeben, und die Wortmeldungen haben gezeigt, dass die Meinungen nicht nur im Gremium, sondern auch innerhalb der meisten Fraktionen auseinandergehen. Allerdings leben wir in einer Zeit, in der sich gerade große Projekte ohnehin zunehmend schwer tun. In Mühlacker dauert die Diskussion über Vor- und Nachteile an einzelnen Standorten schon seit etlichen Jahren an, und manche Argumente – nehmen wir die wertvollen Böden – machen an der Markungsgrenze nicht Halt.

Wie ist Ihre persönliche Haltung? Kommt das Nein aus Illingen nicht zu früh?

Ich persönlich hatte schon vor längerer Zeit die Überzeugung gewonnen, dass es davon abhängt, wie interessant und umsetzbar ein Gesamtpaket ist. Wenn es richtig geschnürt ist, bietet es für beide Partner große Chancen, und wenn nicht, gibt es entsprechende Risiken. Von daher hätte es sich meiner Meinung nach gelohnt, die Dinge weiter auszuloten.

Die Stadt Mühlacker möchte nochmals Gespräche auf Verwaltungsebene. Macht das Sinn, oder ist für Sie das Thema vom Tisch?

Unter Nachbarn miteinander zu reden, macht immer Sinn.

Außerdem hat die Gemeinderatsmehrheit extra 50000 Euro an Planungsmitteln für bauliche Entwicklungen im Haushalt bewilligt, die nicht allein für die Entwicklung von Wohnbauflächen gedacht sind. Von daher wird die Diskussion darüber, wie die Gewerbeentwicklung aussehen soll, weitergehen. Spätestens dann, wenn örtliche Firmen Bedarf an Flächen anmelden.

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