„Deutliches Signal der EU“

Von fragen Marcel Zischka Erstellt: 13. März 2018, 00:00 Uhr
„Deutliches Signal der EU“ Claudia Gläser ist Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald

Claudia Gläser
Mit seiner Ankündigung, Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium zu erheben, bringt US-Präsident Donald Trump die internationale Wirtschaft in Aufruhr. Auch in der Region wird diese Entwicklung mit Sorge registriert.

Wie wichtig ist der US-Markt für die Unternehmen in der Region?

Viele Unternehmen in der Region Nordschwarzwald leben vom Außenhandel, und die USA sind für das Land Baden-Württemberg einer der wichtigsten Auslandsmärkte.

Wie bewerten Sie die Ankündigung des US-Präsidenten, Einfuhrzölle zu erheben, und was könnte sie für die Wirtschaft bedeuten?

Die Unternehmen in der Region reagieren besorgt auf die Ankündigung. Handelskonflikte kennen nur Verlierer. Die EU muss ein deutliches Signal senden.

Wie beurteilen Sie die Drohung der US-Regierung, wonach in einem nächsten Schritt auch für deutsche Autos, Kfz-Teile und Maschinen höhere Importzölle verhängt werden könnten?

Das würde gravierende Folgen für die Region Nordschwarzwald haben. Die Welle des Protektionismus darf nicht weiter anschwellen, alles andere wäre fatal für die exportorientierte Wirtschaft der Region Nordschwarzwald.

Wie sollten Europa und Deutschland Ihrer Meinung nach reagieren?

Die EU und die Bundesregierung sollten weiterhin über Ausnahmeregelungen verhandeln, bevor wir in einer verheerenden Spirale zwischen Maßnahmen und Gegenmaßnahmen landen.

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