„Der Run auf das Bier war groß“

Von fragen Lukas Huber Erstellt: 25. Juli 2019, 00:00 Uhr
„Der Run auf das Bier war groß“ Roland Straub, Vorsitzender des Lienzinger Bierkeller- und Kulturvereins

Roland Straub

Der Lienzinger Bierkeller- und Kulturverein hat in der Hart einen Hopfenschaugarten angelegt. Diesen wollen die Ehrenamtlichen am Freitag der Bevölkerung vorstellen. Treffpunkt ist um 15 Uhr an der Straße zwischen Mühlacker und Lienzingen.

Worauf zielt die Veranstaltung ab?

Ziel ist, die Lienzinger Brauereigeschichte und die des Wildhopfens, der an vielen Stellen wächst, zu erforschen, zu bewahren und mit der Bevölkerung zu teilen. Deshalb haben wir einen Hopfenschaugarten mit Wild- und Zuchtpflanzen angelegt. Diesen werden wir am Freitag gemeinsam mit Oberbürgermeister Frank Schneider vorstellen.

Dabei werden wir auch über den Wildhopfenwanderweg sprechen, der vom Bierkeller an der Friedrich-Münch-Straße durchs Scherbental zum Garten führt.

Wo wächst wilder Hopfen und wie ist er erkennbar?

Er ist entlang des Schmie- und des Scherbentalbachs zu finden. Wenn die Pflanzen eine Kletterhilfe haben, wachsen sie bis in Höhen von sieben bis neun Metern. Sonst bilden sie Büsche bis vier Meter Breite. Sie sind außerdem an den typischen Hopfenzapfen erkennbar.

Seit knapp vier Monaten gibt es das „Etterdorfbräu Lienzingen 1882 Wildhopfen Edition“, das Hopfen aus dem Mühlacker Stadtteil enthält. Wie ist es bisher angekommen?

Das Bier kommt unheimlich gut an. Insgesamt wurden bereits rund 150 Hektoliter verkauft. Der Run auf das Bier war so groß, dass es für rund vier Wochen ausverkauft war und nachgebraut werden musste. Seit dem vergangenen Mittwoch ist es aber wieder im Handel.

Das Etterdorfbräu ist übrigens vor allem bei Frauen sehr beliebt. Vermutlich, weil es sehr mild und bitter ist.

Damit Sie das Bier auch künftig anbieten können, steht bestimmt bald die Hopfenernte an.

Richtig, die Ernte mit anschließendem Hopfenzupfen steht am 21. September an. Wir brauchen so große Mengen, dass die Hilfe von 30 bis 40 Freiwilligen aus der Bevölkerung nötig ist. Deshalb ist auch hier ein Bürgerprojekt geplant.

Ihr Verein hat auch das Ziel, Kulturveranstaltungen in den alten Bierkeller zu bringen. Doch der ist bekanntlich sanierungsbedürftig. Wie ist der aktuelle Stand?

Die Stadt ermittelt gerade die Kosten, doch es ist völlig unklar, wie hoch sie ausfallen werden. Ziel ist, dass das Thema in die Haushaltsberatungen aufgenommen wird. Letztendlich muss dann der Gemeinderat darüber befinden.

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