„Das Miteinander aller Abteilungen ist besonders wichtig“

Von fragen Carolin Becker Erstellt: 29. Dezember 2015, 00:00 Uhr
„Das Miteinander aller Abteilungen ist besonders wichtig“ Sabine Hägele ist Pressereferentin am Theater[[br]]Pforzheim

Sabine Hägele

Am Theater Pforzheim arbeiten nicht nur die Menschen, die der Zuschauer auf der Bühne oder im Orchestergraben sieht. Die Pressereferentin des Theaters gibt einen Überblick über die Berufe, die am Haus vertreten sind, und spricht über den alle Sparten übergreifenden Teamgeist.

Wie groß ist das Team am Theater Pforzheim insgesamt?

Das Theater Pforzheim hat insgesamt 211 Planstellen. Bedingt durch die Tatsache, dass einige Stellen halbtags besetzt sind, arbeiten insgesamt 245 Menschen am Theater; das Verhältnis zwischen Frauen und Männern hält sich dabei die Waage. Dazu kommen noch – je nach Bedarf – Aushilfen und Verstärkung bei großen Produktionen.

 

Welche Berufe sind vertreten?

Am Theater Pforzheim gibt es selbstverständlich Sänger (Solisten und Chor), Schauspieler, Orchestermusiker und Balletttänzer. Dazu kommen Regisseure, Bühnenbildner, Bühnentechniker, die Mitarbeiter der Licht- und Tonabteilung, die Mitarbeiter der Werkstätten wie Schneiderei, Schlosserei, Schreinerei, Malersaal, Maske, Dekoration und Requisite. Last but not least die Theaterleitung, die Dramaturgie, die Verwaltung und das Künstlerische Betriebsbüro. Nicht zu vergessen natürlich das Team der Theaterkasse, des Aboservices sowie des Foyer-Personals.

 

In welchen Berufen bildet das Theater aus?

Das Theater Pforzheim bildet in den folgenden Berufen aus: Veranstaltungstechniker/in, Bühnenmaler/in, Damenschneider/in und Maskenbildner/in.

 

Wie groß ist der Andrang?

Im technischen Bereich durchschnittlich, im kreativen Bereich sehr hoch.

 

Wo sind die Chancen am größten?

Die Chancen sind überall gleich groß.

 

Der kulturelle Bereich ist überall von finanziellen Kürzungen betroffen. Ist es heute noch ratsam, einen theaterspezifischen Beruf anzustreben?

Wer den Wunsch hat, im kulturellen Bereich, insbesondere im Theater, zu arbeiten, weiß in der Regel, was auf ihn zukommt. Eventuelle Entbehrungen werden durch den Spaß und die Liebe fürs Theater aber mehr als aufgewogen. Und: In Deutschland gibt es eine einzigartige Theaterlandschaft aus insgesamt rund 140 öffentlich getragenen Theatern – also auch mehr als genug potenzielle Arbeitgeber. Insofern würde ich sagen: Wer am Theater seinen Traumberuf findet, sollte ihn unbedingt anstreben.

 

Am Theater gibt es jene Berufe, die im Rampenlicht stehen, und jene, von deren Existenz der Laie womöglich noch nicht einmal weiß. Wie ist das Verhältnis der Mitarbeiter untereinander?

Die Arbeit am Theater ist immer extrem zielorientiert. Alle arbeiten gemeinsam daran, dass sich am Abend der Vorhang öffnet und die Vorstellung für die Besucher zu einem einmaligen Erlebnis wird. Das Miteinander aller Abteilungen ist dabei besonders wichtig – und in der Praxis wird das am Theater auch gelebt.

 

Gibt es einen Teamgeist über alle Sparten hinweg?

Selbstverständlich! Insbesondere seit Beginn der Spielzeit unter der Leitung des neuen Intendanten Thomas Münstermann gibt es einige Produktionen wie die „West Side Story“, in denen Künstler aller Sparten gemeinsam auf der Bühne stehen – das schweißt zusammen und macht zudem sehr viel Spaß.

 

Was hat Sie persönlich ans Theater geführt?

Ich war schon immer begeisterte Theater-Gängerin und habe vor Jahren das Fach Theaterwissenschaften studiert. Über diverse Umwege wie Tätigkeiten als Werbetexterin und freie Journalistin bin ich nun in meinem Traumberuf am Theater angekommen.

 

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