„Buchmesse hilft uns“

Von fragen Maik Disselhoff Erstellt: 11. Oktober 2018, 00:00 Uhr
„Buchmesse hilft uns“ Angelika Wetzel leitet Buch-Elser

Angelika Wetzel
Die Buchmesse in Frankfurt hat ihre Pforten geöffnet. Auch die Leiterin der Buchhandlung Elser ist zu Besuch.

Die Buchmesse in Frankfurt rückt ein Medium ins Rampenlicht, das in den vergangenen Jahren immer wieder für tot erklärt wurde. Wie ist es Ihrer Erfahrung nach um das Buch bestellt?

Das Buch hat es nicht einfach, sich angesichts der breiten Angebote an digitalen Medien zu präsentieren. Doch nach wie vor gibt es noch immer viele Menschen, die ohne ein Buch weder ins Bett noch in den Urlaub gehen. Junge Familien mit kleinen Kindern wissen Bilderbücher sowie Kinder- und Jugendbücher sehr zu schätzen und sind oft zu Gast in unserer Buchhandlung.

Belebt die Buchmesse das Geschäft spürbar auch in Ihrer Buchhandlung?

Ja, das ist in der Tat der Fall. Die Buchmesse ist ein beliebtes Medienthema und auch der jährlich ausgelobte Buchpreis interessiert die Gesellschaft. Grundsätzlich ist es immer gut, wenn Bücher im Gespräch sind. Das hilft uns sehr.

Welcher Schmöker geht in Ihrem Geschäft zurzeit am häufigsten über die Ladentheke?

Sehr beliebt ist im Moment „Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde.

Auf welche Art von Lektüre stehen die Bücherfreunde in Mühlacker?

Ganz weit vorne sind Kinder- und Jugendbücher. Bei der Literatur für Erwachsene ist die Belletristik an erster Stelle, gefolgt von den Krimis und an dritter Stelle den Sachbüchern.

Welches Buch würden Sie Lesern in diesem Herbst dringend ans Herz legen?

Fernab des Mainstreams würde ich im Moment „Töchter“ von Lucy Fricke empfehlen, die das Verhältnis zu ihrem Vater beschreibt. Außerdem ist auch „Die bessere Hälfte – Worauf wir uns mitten im Leben freuen können“ von Eckart von Hirschhausen und Tobias Esch lesenswert.

Oft heißt es, Jugendliche lesen nicht mehr. Ist das auch Ihr Eindruck, greifen junge Menschen nur noch selten zum gedruckten Buch?

Ich würde sagen, dass das ab einem Alter von 14 Jahren sicherlich stimmt. Davor gibt es Kinder, die nicht viel lesen, ebenso wie Kinder, die Bücher regelrecht verschlingen.

Was ist Ihr persönliches Lieblingsbuch?

„Momo“ von Michael Ende.

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