„Arbeiten uns gemeinsam vor“

Von fragen Joy Garcia Oliver Erstellt: 3. Dezember 2019, 00:00 Uhr
„Arbeiten uns gemeinsam vor“ Katja Mast ist seit 2005 für die SPD Mitglied des Bundestags und seit 2017 Fraktions-[[br]]vize ihrer Partei.

Katja Mast
Die Abgeordnete hatte für Klara Geywitz und Olaf Scholz votiert, doch eine klare Mehrheit der Mitglieder wollte das Duo Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans an der SPD-Spitze.

Was sagen Sie zum Wahlergebnis?

Glückwunsch an Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans. Es ist gut, dass wir eine Entscheidung haben. Jetzt heißt es, gemeinsam nach vorne arbeiten. Ich bin in der Politik, um den Alltag der Menschen zu verbessern – wie zum Beispiel mit der Grundrente.

Sollte die SPD aus der GroKo aussteigen?

Die SPD muss sich mit dem beschäftigen, was die Leute umtreibt. Wen im Alltag Sorgen und Nöte plagen, dem ist die Führungssuche einer Partei erst mal herzlich egal. Die Menschen wollen die Probleme gelöst sehen, die ihnen unter den Nägeln brennen. Das hab‘ ich im Blick.

Steht eine Neuausrichtung bevor?

Wir wollen auf dem Parteitag unser Sozialstaatspapier verabschieden. Da steht viel Neues drin, wie unser Konzept vom Sozialstaat als Partner, das Recht auf Arbeit und eine Kindergrundsicherung, die alle Kinder aus der Armut holt. Ich kann mit dem Wort Neuausrichtung nicht viel anfangen. Wir haben ein gutes Programm und sind inhaltlich im Gegensatz zur Union nicht ausgezehrt.

Was erwarten Sie von der neuen Spitze?

Neues Personal ist immer eine Chance. Die beiden werden ihre Impulse setzen, da bin ich mir sicher. Und das werden sie auch bei der Beurteilung unserer Aufgabe in dieser Koalition machen.

Jetzt gilt es, in Zusammenarbeit mit der Übergangsvorsitzenden Malu Dreyer und Generalsekretär Lars Klingbeil den Parteitag ordentlich vorzubereiten. Dort werden wir unsere Halbzeitbilanz ziehen und Klarheit schaffen.

Wie sieht die Zukunft der SPD aus?

Mit unserer Regierungsarbeit haben wir gute Grundlagen gelegt, ich denke dabei an die Grundrente oder das Gute-Kita-Gesetz. Darauf kann man nahtlos aufbauen. Das Ziel der SPD ist, dass die Menschen, die heute einen guten Job haben, ihn auch morgen noch haben. Gute Arbeit, Zeit für Familie, Aufstiegschancen unabhängig von der Herkunft und der engagierte Kampf gegen Rechts, das ist unser Markenkern.

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