Vorsicht, Munition !

Erstellt: 21. November 2018, 08:52 Uhr
Vorsicht, Munition ! Fotos: Fotomoment

Vaihingen (lh). Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat an diesem Dienstag erneut in der Enz bei Vaihingen nach Munition aus dem Zweiten Weltkrieg gesucht. Speziell geschulte Polizeitaucher – ausgestattet mit Spezialanzügen – forschten im eiskalten Wasser, um die gefährlichen Relikte zu bergen. „Gefunden haben wir bei der Aktion Granatwerfermunition, Panzerfäuste, Flak-Granaten und Munition von schweren Maschinengewehren“, berichtet Christoph Rottner, der den Einsatz leitete.

Mit seinem Team war Rottner am Flussabschnitt an der Straße Im Mühlkanal schon verschiedene Male im Einsatz. „Seit Anfang der 2000er Jahre haben wir schon ein bis zwei Tonnen herausgeholt.“ Wie bereits berichtet, hatten die Alliierten Ende des Krieges hier in großem Stil Waffen entsorgt. Dass bei solchen Einsätzen auch eine Gefahr für die Taucher bestehe, sei nicht auszuschließen, so Rottner. „Bei Munition ist immer Vorsicht geboten.“ Das betreffe auch Menschen, die dort badeten.
Es gebe durchaus auch Privatleute, die mit Metalldetektoren auf eigene Faust nach Fundstücken aus dem Krieg suchten, berichtet der Einsatzleiter. „Davon rate ich aber dringend ab, weil solche Aktionen einerseits verboten, andererseits sehr gefährlich sind.“
Am Ende des Einsatzes nehmen die Kräfte die gefundene Munition üblicherweise mit in die Zentrale, wo sie später bei extremer Hitze kontrolliert vernichtet wird.

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