Kunst auf der Wiese soll für Aha-Effekt sorgen

Werke eines Lebenshilfe-Projekts werden bei Aurich ausgestellt

Von Albert Arning Erstellt: 13. August 2018, 00:00 Uhr
Kunst auf der Wiese soll für Aha-Effekt sorgen „50 Meter Kunst“ sind noch bis Mitte September im Kreuzbachtal bei Aurich zu sehen. Foto: Arning

Vaihingen-Aurich. Das Kreuzbachtal bei Aurich ist zum Schauplatz für eine besondere Kunstausstellung geworden. Bis zum 14. September werden hier die Werke der Aktion „Menschen verbinden“ der Lebenshilfe Vaihingen-Mühlacker gezeigt.

Nein, die Stellwände liegen nicht absichtlich seitlich im Gras, wie waren vom starken Wind umgeweht worden. „Manche haben gedacht, das muss so sein“, erzählt Eugen Schütz, der als Kurator der Inklusionsaktion im Rahmen der Veranstaltungen 50 Jahre Lebenshilfe Vaihingen-Mühlacker fungiert. „50 Meter Kunst“ haben Eugen Schütz und weitere Künstlerinnen und Künstler aus dem Raum Mühlacker und Vaihingen am 28. und 29. Juli zusammen mit Gästen auf der Aktionswiese in den Enzgärten Mühlacker in brütender Hitze geschaffen (unsere Zeitung hat berichtet).

Die umgewehten Wände waren am Freitag schnell wieder aufgestellt und gesichert. Am 15. September sollen sie bei der Kunstnacht in Mühlacker zugunsten der Lebenshilfe versteigert werden. Einzelwände sollen nach Möglichkeit als Erinnerung an die Lebenshilfe übergehen und in den Einrichtungen aufgestellt werden.

„Ich bin gespannt, was sich ergeben wird“, sagt Eugen Schütz, der sich unter dem Künstlernamen Kwaku („Der am Mittwoch Geborene“) als Holz- und Metall-Recycling-Künstler einen Namen gemacht hat. Gespannt ist er auch auf die Reaktionen, die die Ausstellung in den Wiesen bei Ausflüglern auslösen wird.

Die Kunstwände – zwei mal fünf Meter groß – fallen auf und müssten eigentlich die Neugier wecken. „Man muss die Menschen mit solchen Aktionen überraschen“, sagt der Horrheimer. Schütz hofft darauf, die Werke auch noch im Landtag von Stuttgart zeigen zu können.

Für ein Aha-Erlebnis sorgte bei der Eröffnung der „Kunstwiese“, die mit Unterstützung der Auricher Ortsvorsteherin Helga Eberle eingerichtet worden war, die Trommel- und Tanzgruppe Odehe. Wer die Kunstwände besichtigen will, parkt am besten bei der Auricher Grundschule und spaziert wenige Hundert Meter entlang des Kreuzbachs in Richtung Enzweihingen.

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