Kein Zauber gegen schlechtes Wetter

Märchenwanderung um die Seewaldseen in Horrheim erfreut vor allem die kleinen Besucher

Von Philipp Pfisterer Erstellt: 9. Februar 2018, 00:00 Uhr
Kein Zauber gegen schlechtes Wetter Stefanie Keller erzählt den Kindern bei der Märchenwanderung Geschichten. Foto: Pfisterer

Vaihingen-Horrheim. Eine Märchenwanderung hat rund um die Seewaldseen in Horrheim vor allem die jungen Teilnehmer erfreut. Als Märchenhexe „Steffi“ zog dabei Stefanie Keller aus Pleidelsheim, die mit schwarzem Umhang und einem Zauberstock aus einer alten Weinrebe ausgerüstet war, erstmals auf Vaihinger Gemarkung die rund 20 Wanderer verschiedenen Alters in ihren Bann.

„Die Besucherzahl ist so im Mittelfeld“, ließ Keller verlauten, denn von vier bis zu 60 Teilnehmer pro Wanderung habe sie schon alles gehabt. Seit gut fünf Jahren ist die Märchenhexe, nachdem sie in Berlin eine Ausbildung zur Märchenerzählerin absolvierte, in diesem Metier unterwegs, im Stuttgarter und Ludwigsburger Raum allerdings erst seit Anfang 2017. Dabei sei sie saisonal fast jedes Wochenende im Einsatz, wie Keller zu berichten wusste.

Bei der Wanderung außerhalb Horrheims ging es für die Kinder zunächst darum, goldene Erzählsteine am Wegesrand ausfindig zu machen, die nur an besonderen Tagen gefunden werden könnten, wie Keller spielerisch erklärte. Wenn ein Kind fündig wurde, sollte es alle darauf aufmerksam machen, lautete die Vereinbarung. Anschließend nahm die Märchenerzählerin jeweils den Stein in die Hand und hielt ihn an ihr Ohr, woraufhin sie dessen Märchengeschichte erzählte. Die Kinder, die sie ebenfalls lauschen ließ, konnten diese verständlicherweise nicht hören, was ihnen aber in keinem Fall den Spaß daran raubte. Erzählt wurden an dem Sonntag „Die schönsten Wintermärchen aus aller Welt“, wie Keller bemerkte. Das sind eher unbekannte Sagen, aber das Sterntaler-Märchen und die Erzählung von Frau Holle, in welche sich die Besucher bei leichtem Schneetreiben gut hineinversetzen konnten, durften auch nicht fehlen.

„Die Natur ist ein schöner Ort, um Märchen zu erzählen“, berichtete Merja Maier aus Bietigheim vom Grund, warum sie mit ihren Kindern an der Veranstaltung teilgenommen hatte. Die jungen Gäste durften sich indes nicht nur an dem Spaziergang erfreuen, sondern als Andenken auch jeweils einen der goldenen Steine mit nach Hause nehmen, bevor Stefanie Keller zum Ende hin noch zu weiteren Märchenwanderungen einlud, die zukünftig noch im Stromberg-Gebiet stattfinden sollen.

Die Frage eines Kindes, ob man denn schöneres Wetter zaubern könne, zeigte auf, dass auch professionelle Märchenerzählerinnen nie auslernen und selbst der edelste Zauberstock an seine Grenzen kommt. Denn das funktioniere leider nicht, musste die Hexe zugeben.

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