Pforzheimer Buddhistin beantwortet Fragen im Interview

Erstellt: 21. September 2019, 00:02 Uhr
Pforzheimer Buddhistin beantwortet Fragen im Interview In der Gompa, dem Meditationsraum des Buddhistischen Zentrums, meditiert Deborah Sharma mit den anderen Mitgliedern. Gelegentlich hält sie hier auch kurze Einführungsvorträge. Fotos: Garcia

Seit 13 Jahren ist Deborah Sharma Buddhistin – Anfang 2016 zog sie in das Zentrum der Karma-Kagyü-Linie in Pforzheim. Im Interview mit unserer Zeitung spricht sie über ihre Zufluchtnahme, die größten Unterschiede zum Christentum und erklärt, was die Erleuchtung eigentlich ist.

Pforzheim (joy). Eine Frage lautete etwa, wo sich der Buddhismus und das Christentum am gravierendsten unterscheiden. Darauf antwortet Sharma: ,,Also der größte Unterschied ist für mich, dass der Buddhismus eine Erfahrungsreligion und das Christentum eine Glaubensreligion ist.“ Dann gebe es im Buddhismus keinen allmächtigen Schöpfergott, an dem alles hänge, ,,sondern wir sind selbst für unser Leben und unser Glück verantwortlich. Das nennen wir Karma. Wir ernten, was wir säen oder wir erleben, was wir verursacht haben.“

Ein weiterer Unterschied: ,,Anstatt zu beten, meditieren wir“, so die Buddhistin. ,,Außerdem gibt es keinen Dualismus im Buddhismus. Kein gut und böse, Himmel oder Hölle. Alles ist miteinander verbunden – unbegrenzt und zeitlos. Dazu sind wir überzeugt von der Wiedergeburt, nachdem sich der Mensch 49 Tage lang im Bardo, einem Zwischenzustand, befindet, bevor er wiedergeboren wird.“

Lesen Sie das gesamte Interview in unserer gedruckten Ausgabe am Samstag oder digital.

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