DNA-Spur entlarvt Kinderschänder

55-Jähriger gesteht – Pforzheimer Fall aus dem Jahr 1997 ist aufgeklärt

Erstellt: 11. Januar 2019, 11:27 Uhr

Pforzheim (pol). Mit Hilfe einer DNA-Spur ist es den Ermittlern gelungen, den über 21 Jahre zurückliegenden sexuellen Missbrauch eines Kindes aufzuklären.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, hat ein 55-Jähriger gestanden, im Alter von 33 Jahren im Mai 1997 ein damals neunjähriges Mädchen in Pforzheim missbraucht zu haben. Er soll das Kind mit einem Messer bedroht und in einen Keller gedrängt haben, um sich an dem Mädchen zu vergehen. In dem Keller wurden damals Spermaspuren gesichert, die jedoch über viele Jahre hinweg keinem Täter hätten zugeordnet werden können.

Die gleiche DNA wurde durch die Polizei am späten Nachmittag des 31. Dezember 2014 in Karlsruhe gesichert. Hier überquerte eine 34-Jährige eine Straße in der Oststadt, dicht gefolgt von einem Fremden. Wenig später entdeckte sie Spermaflecken an einem Hosenbein, und deren DNA stimmte mit der Pforzheimer Spur aus dem Jahr 1997 überein. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich dann am 14. April 2018 in der Karlsruher Innenstadt. Hier bemerkte ein 13-jähriges Mädchen beim Warten vor einem Imbissrestaurant ebenfalls eine Flüssigkeit an ihrer Kniekehle.

Mit der Festnahme des 55-Jährigen am 21. April vergangenen Jahres sei es dann gelungen, ihn mit den DNA-Spuren in Verbindung zu bringen, teilten die Behörden mit. Beim Versuch, einem siebenjährigen Mädchen in einer Umkleidekabine mit einer Kamera zwischen die Beine zu filmen, wurde der Mann vom Sicherheitspersonal ertappt. Die Polizei fand bei ihm mehrere mit Sperma aufgezogene Plastikspritzen.

In der vergangenen Woche sei er durch das Kriminalkommissariat Pforzheim zu dem Kindesmissbrauch 1997 vernommen worden und habe ein Geständnis abgelegt.

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