23. Februar: 800 Polizisten in Pforzheim im Einsatz

Erstellt: 24. Februar 2018, 13:15 Uhr

Pforzheim (pol). Ein insgesamt positives Fazit zieht das Polizeipräsidium Karlsruhe nach einem friedlichen Verlauf der Veranstaltungen aus Anlass des 73. Jahrestages der Bombardierung Pforzheims. Die angemeldeten Versammlungen verliefen laut einer Mitteilung ohne größere Störungen.

An der Gedenkveranstaltung auf dem Hauptfriedhof mit Kranzniederlegung in der Zeit von 16 Uhr bis 16.50 Uhr seien 250 Teilnehmer beteiligt gewesen, so die Polizei. Bei einer weiteren Versammlung mit Aufzug des DGB und der „Initiative gegen Rechts“, die gegen 18 Uhr startete und gegen 18.45 Uhr am Marktplatz endete, seien rund 150 Personen gezählt worden

Der Aufzug der „Antifa“ sei gegen 18.30 Uhr mit etwa 220 Teilnehmern am Bahnhof gestartet. Die Personenzahl habe sich im weiteren Verlauf auf etwa 300 erhöht, heißt es in der Mitteilung weiter. Hinzugekommen seien ein Dutzend Kurden, die „Öcalan-Fahnen“ gezeigt hätten. Unterwegs hätten die Demonstranten entgegen der Auflagen beide Fahrspuren der Heinrich-Wieland-Allee genutzt. Daher sei der Verkehr in dem Bereich kurzfristig gesperrt worden. Beendete worden sei die Veranstaltung schließlich gegen 18.50 Uhr beim Café Hasenmayer.

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Das von der Stadt Pforzheim auf dem Marktplatz anberaumte „Lichtermeer“ habe um 19.30 Uhr begonnen und sei gegen 20.20 Uhr mit etwa 300 Teilnehmern zu Ende gegangen. In der Zeit von 19.40 Uhr bis gegen 20.10 Uhr sei die Fackelmahnwache auf dem Wartberg der rund 70 Teilnehmer vom „Freundeskreis – Ein Herz für Deutschland“ abgehalten worden.

An den zum Schutz dieser Versammlung rund um den Wartberg errichteten Absperrungen der Polizei hätten sich ab 18.45 Uhr nach und nach bis zu 200, vorwiegend dem linken Spektrum zuzurechnende Demonstranten eingefunden. Während der Fackelmahnwache sei im Bereich des Wartbergs Pyrotechnik abgebrannt und bereits im Vorfeld sei unterhalb des Wartbergplateaus ein Scheinwerfer zerstört worden. Zwei Beamte und zwei Diensthunde seien durch abgebrannte pyrotechnische Gegenstände leicht verletzt worden. Durch gezielte Böllerwürfe seien fünf weitere Polizisten gefährdet worden. Gegen zwei Tatverdächtige werde wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Mehrfach hätten Versammlungsteilnehmer unter Einsatz von Antikonfliktteams der Polizei aufgefordert werden müssen, solche Verstöße zu unterlassen. Weitere Störungen seien danach ausgeblieben.

Gegen 20.10 Uhr habe sich aus dem linksgerichteten Personenkreis vor den Sperren auf dem Wartberg eine Spontanversammlung mit etwa 150 teils vermummten Personen gebildet, die sich über die Heinrich-Wieland-Allee zum Bahnhof in Bewegung gesetzt habe. Zu Störungen seitens dieser Personengruppe sei es bis zur Abreise mit diversen Bahnen nicht gekommen.

Am Ende bilanziert Einsatzleiter Ralf Gerber: „Unser Sicherheitskonzept mit den insgesamt knapp 800 eingesetzten Beamten hat sich sehr bewährt. Ganz überwiegend haben sich die Teilnehmer der Veranstaltungen besonnen und diszipliniert verhalten, so dass wir aus polizeilicher Sicht auf einen friedlichen Verlauf zurückblicken dürfen.“

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