Keine Zierde

Von Thomas Eier Erstellt: 2. August 2018, 00:00 Uhr

Der Kampf der Stadt Mühlacker gegen

„Vergnügungsstätten“ in bester Lage

Was Recht ist, muss deshalb in der Praxis noch lange nicht richtig sein. Frei nach diesem Motto liegt durch das Urteil des Verwaltungsgerichts der Schwarze Peter wieder bei der Stadt, die sich im Kampf gegen Wettbüros, Spielhallen und Internetcafés in bester Innenstadtlage im Stich gelassen fühlt. Wie, wenn nicht über das Planungsrecht, sollen immer neue Anfragen abgeschmettert werden? Allein auf die Einsicht der Eigentümer zu hoffen und darauf, dass sie als Mieter attraktive Ladengeschäfte bevorzugen, ist nach den Erfahrungen früherer Jahre wenig erfolgversprechend.

Der Negativeffekt fürs Erscheinungsbild und die Atmosphäre, wenn sich „Vergnügungsstätten“ breitmachen, ist augenfällig. Wettbüros und Spielhallen sind keine Zierde für die Einkaufsmeile und zielen auch nicht auf die klassische Kundschaft des Einzelhandels ab. Von daher kein Wunder, dass die Stadt sich bemüht, ihre Zahl in Grenzen zu halten.

Wie das künftig gelingen soll, ist offen. Vorbehaltlich eines Berufungsverfahrens und eines Erfolgs vor dem Verwaltungsgerichtshof hat das Kopfzerbrechen um den Schutz der City neu begonnen.

Thomas Eier

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