Kein Vergleich

Erstellt: 15. November 2018, 00:00 Uhr
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Ob Tempo 30 positiv oder negativ
ist, liegt im Auge des Betrachters

Das, was die Anwohner der Ortsdurchfahrt in Bauschlott vermutlich freuen dürfte, wird den Sternenfelsern und Diefenbachern wohl verwehrt bleiben. Die Rede ist von Tempo 30. Auch, wenn laut dem zuständigen Behördenchef im Landratsamt, Oliver Müller, ein Vergleich von Durchgangsstraßen wegen der unterschiedlichen Gegebenheiten hinken muss, kann man zumindest das Verkehrsaufkommen gegenüberstellen: Durch Bauschlott rollen im Schnitt täglich mehr als 16000 Fahrzeuge, in Sternenfels sind es deutlich weniger als die Hälfte. Damit ein verschärftes Limit im Sinne des Lärmschutzes überhaupt geprüft wird, sollten es aber mindestens 8200 sein.

Dass Tempolimits nicht willkürlich, sondern nach festen Regeln angeordnet werden, ist richtig und sollte auch beibehalten werden. Zumal es immer im Auge des Betrachters liegt, ob und wo die Wirkung nun positiv oder negativ ist. Der betroffene Anwohner würde wahrscheinlich in jedem Fall für niedrigere Geschwindigkeiten plädieren – so wie in Sternenfels, wo Bürger sogar Unterschriftenlisten im Rathaus abgegeben haben. Anders dürften zum Beispiel Pendler die Sache sehen, wollen sie doch möglichst zügig vorankommen.

Nach den Absagen von 2015 und 2017 folgt nun, da die Stromberggemeinde erneut einen Antrag auf Tempo 30 gestellt hat, wahrscheinlich ein weiteres Nein der Kreisbehörde – zumindest, was die laut Bürgermeister Werner Weber „große Lösung“, also die kompletten Ortsdurchfahrten, betrifft. Eine kleine Chance gibt es aber noch: Seit 2017 ist im Bereich von Einrichtungen wie Pflegeheimen Tempo 30 möglich – und ein solches wird bekanntlich gerade unterhalb der Maulbronner Straße gebaut …

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