Angeschmiert

Tat kann sich auf Motivation der Ehrenamtlichen auswirken

Von Lukas Huber Erstellt: 27. April 2018, 00:00 Uhr

 

Was Kunst ist und was nicht, darüber lässt sich streiten. In Städten sieht man aber immer wieder Graffiti, die – egal ob legal oder illegal entstanden – für manche durchaus eine Art Ästhetik besitzen. Was allerdings der Schmierfink in den Enzgärten angerichtet hat, hat ohne Zweifel weder etwas mit Kunst noch mit Graffiti zu tun. Denn um mit einem Stift wahllos Flächen zu verschandeln, bedarf es weder künstlerischen Könnens noch Kreativität.

 

Angeschmiert sind letztlich nicht nur Schilder, Türen und Mülleimer, sondern im übertragenen Sinne auch die ehrenamtlichen Helfer. Denn sie opfern viel Freizeit dafür, dass die Stadt für alle schöner wird, und dürften die Tat daher als Schlag ins Gesicht empfinden. Die Frage nach der Motivation des Täters wird ihnen wohl mit großer Wahrscheinlichkeit niemand beantworten. Doch ganz egal, ob er es aus Langeweile, Gleichgültigkeit oder Frustration getan hat – ein Schaden wie dieser hat womöglich Auswirkungen. Und zwar auf die Motivation der Helfer, sich auch in Zukunft für die Allgemeinheit einzusetzen.

Lukas Huber

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