Alarmstufe Rot?

Von Theresa Mammel Erstellt: 5. April 2019, 00:00 Uhr
Alarmstufe Rot? Alarmstufe Rot?

Schüler müssen auch in der Region für den Klimaschutz kämpfen

„Wir wollen eine Zukunft, ist das zuviel verlangt?“ Die drastische Forderung der 16-jährigen Greta Thunberg hat es in sich. Die Schwedin hat die Fridays-for-Future-Bewegung ins Rollen gebracht, und die ist längst auch auf dem Land angekommen. Freitags bleiben auch viele Stühle der Schulen in der Region leer, weil Schüler um ihre Zukunft fürchten – und das ist nachvollziehbar.

Das Mädchen mit den geflochtenen Zöpfen weist unverblümt darauf hin, wie problematisch die Klimaerwärmung wirklich ist – im Gegensatz zu vielen Politikern. In den Medien kursieren etwa Bilder von Eisbären, denen der Schnee unter den Füßen wegschmilzt. Alarmstufe Rot? Wenn man Klimaforschern Glauben schenkt, ja. Also wird es zu spät sein, wenn jetzt nicht gehandelt wird.

Deshalb entziehen sich Schüler jeden Freitag der Pflicht, den Unterricht zu besuchen. Denn für welche Zukunft sollen sie lernen, wenn sie keine haben? Trotzdem fragen sich manche, warum die Jugendlichen nicht einfach samstags demonstrieren gehen. Die Antwort gab kürzlich in der TV-Sendung Anne Will die 19-jährige Theresa Kah: „Es braucht drastische Maßnahmen, um zu zeigen, wie drastisch die Klimakrise ist.“ Ganz unrecht hat sie damit nicht, denn niemals würden Proteste am Samstag eine derart große Beachtung finden. Letztlich ist es doch der Regelverstoß der Schüler, Unterricht zu schwänzen, der die Gesellschaft aufhorchen lässt.

Außerdem wurde oft genug von verschiedenen Seiten gefordert, dass die scheinbar faule und politikverdrossene Jugend endlich einmal aufsteht und für ein Problem auf die Straße geht, das nicht von der Hand zu weisen ist. Jetzt tun sie doch ganz genau das.

So bekommt das Thema die Aufmerksamkeit, die es verdient. Und die ist notwendig – ob in einer Großstadt wie Berlin oder hier in der Region, die ländlich geprägt ist. Die Ziele, für die die Schüler kämpfen, gehen alle etwas an.

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